Schwimmbad in Klosterneuburg

Neue Parkgebühr – Happyland kassiert später

Statt 4. November bleibt das Parken beim Happyland vorerst gratis: Die Technik wurde noch nicht geliefert. Frühester Starttermin ist der 18. November.
Victoria Carina  Frühwirth
09.11.2025, 06:00
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Beim Freizeitzentrum Happyland in Klosterneuburg verzögert sich die neue Parkraumbewirtschaftung. Eigentlich hätte ab diesem Dienstag, dem 4. November, kassiert werden sollen – doch die nötige Hardware kam nicht rechtzeitig.

Lieferprobleme

"Die Firma hat Lieferverzögerungen in der Hardware", erklärt Happyland-Geschäftsführer Wolfgang Ziegler im "Heute"-Gespräch. Frühester Starttermin für´s Abkassieren ist nun Dienstag, der 18. November. Bis dahin bleibt das Parken notgedrungen gratis. Gäste des Freizeitzentrums können sich deshalb noch für zwei Wochen über Gratisparken freuen.

Konkret fehlen Kameras für die Kennzeichenerfassung und Kassenautomaten. Ohne Aufbau und Probelauf kann das System nicht in Betrieb genommen werden – erst wenn alle Komponenten installiert sind, soll die Bewirtschaftung durch das Unternehmen "Mobility Hub" starten. Mit der Firma wurde ein Drei-Jahres-Vertrag für die Parkraumüberwachung abgeschlossen. Die Parkgebühren sollen aber noch länger bleiben.

Die Verzögerung der geplanten Parkgebühren sorgt in Klosterneuburg für erhitzte Gemüter. "Da wollen sie uns lustvoll den letzten Groschen aus der Tasche ziehen, aber nicht einmal das bekommen sie anständig auf die Reihe!", wütet ein Klosterneuburger auf Facebook. "Hätte mich gewundert, wäre von ihnen etwas Sinnvolles gekommen", kommentiert darauf ein anderer Nutzer über die Parkgebühren, die erst später einkassiert werden..

Erste 30 Minuten kostenlos

Sobald die Technik dann geliefert und montiert wird, gilt das bereits angekündigte, einfache Tarifmodell ("Heute" berichtete): Die erste halbe Stunde ist kostenlos, danach kostet jede angefangene Stunde 1 Euro. Bezahlt werden kann am Kassenautomaten, online oder via Easy-Park-App. Das Setup funktioniert digital und ohne Papierticket, Grundlage ist die Kennzeichenerfassung. Insgesamt sind drei Parkautomaten vorgesehen und rund 250 Stellplätze betroffen. Diese Eckpunkte hatte die Stadt bereits transparent im Oktober kommuniziert.

Der Parkplatz soll künftig etwas kosten – für alle Parker.
Happyland

Gebühr ist Teil des Sparpakets

Die Gebühr ist Teil einer größeren Konsolidierung: Klosterneuburg verweist auf steigende Kosten, notwendige Instandhaltungen und hohe Energiekosten im Happyland-Betrieb. Laut städtischer Aussendung seien zusätzliche Zuschüsse aktuell nicht möglich, die Subvention lag 2024 bei 1,76 Millionen Euro.

"Wir haben im Jahr 1,5 Millionen Euro an Abgang. Da ist klar, dass wir noch mehr Geld einnehmen müssen, um unser Angebot erhalten zu können. Das betrifft das Schwimmbad, aber genauso auch unsere Sporthallen, die Kletterhalle, Sauna und den Eislaufplatz", so Ziegler. Derzeit nehmen wir 70 Prozent unserer Kosten im Happyland selbst ein. Dann kommen die Stadtförderungen hinzu und jetzt die Parkgebühren, die uns bei der Kostendeckung helfen sollen."

Sportangebot absichern

Die Parkgebühr soll helfen, das Gesamtangebot – vom Bad über Kletterhalle und Eislaufplatz bis zu Tennis, Basketball und Laufstrecken – abzusichern. Die Einführung wurde im Happyland-Beirat laut Stadt einstimmig beschlossen. Ziegler rechnet für´s erste Jahr mit Parkeinnahmen im sechsstelligen Bereich.

Happyland-Geschäftsführer Ziegler: "Wir haben überlegt, ob wir etwa für Gäste unserer Sportkurse Parkrabatte machen können. Aber das schaffen wir nicht, so hart es sich anhört. Wir wollen die Kosten von unserem Angebot decken, deshalb können wir diese Parkgebühren auch nicht wieder senken."

Gebühren für die, die es sich leisten können

Die Eintrittskosten wollte Ziegler aber auch nicht für alle hinaufdrücken. "Wenn eine Mindestpensionistin mit dem Bus zu uns schwimmen kommt, dann soll sie nicht mehr zahlen müssen. Aber wer sich ein Auto und dessen Inbetriebnahme leisten kann, der kann auch die paar Euro mehr an Parkgebühren zahlen."

Hintergrund: Rund um das Happyland gab es seit Jahren Diskussionen über die Finanzierung. Nach einer groß angelegten Sanierung hatte der Rechnungshof Mehrkosten von rund 30 Prozent sowie über hundert Mängel kritisiert – die Debatte über Struktur, Kosten und Effizienz begleitet die Einrichtung seitdem. Die jetzige Parkraumbewirtschaftung ist vor diesem Kontext eine weiterer Baustein, um laufende Kosten zu decken.

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