Wirbel in Klosterneuburg

Ein Euro pro Stunde – neue Parkgebühr im Happyland

Im Happyland Klosterneuburg müssen treue Kunden künftig für das Parken bezahlen. Die Stadt verweist auf steigende Kosten und das nötige Sparpaket.
Victoria Carina  Frühwirth
19.10.2025, 05:00
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Ab 4. November 2025 wird das Parken beim Schwimmbad in Klosterneuburg kostenpflichtig. Kunden des Sport- und Freizeitzentrum Klosterneuburg müssen für jede Stunde Parken jetzt einen Euro zahlen. Die drei Parkautomaten werden von der Stadt beworben, das System würde digital und ticketlos mit einer Kennzeichenerfassung funktionierten. Betroffen sind 250 Parkplätze.

Stadt spendiert nicht mehr als 1,76 Millionen Euro

Die Einführung der Parkraumbewirtschaftung begründet die Stadtgemeinde Klosterneuburg mit steigenden Kosten und der Notwendigkeit einer Budgetkonsolidierung. "Zuschusssteigerungen sind aktuell seitens der Stadt keine möglich", heißt es in der Aussendung der Stadt. Die Schwimmbad-Geldspritze (stolze 1,76 Millionen Euro im Jahr 2024, so die "NÖN") könne diesmal nicht noch erhöht werden.

Und weiter: "Steigende Kosten treffen alle Betriebe und Einrichtungen der Stadt, so auch das Happyland – Stichwort Teuerung – sowie laufende notwendige Instandhaltungen und Investitionen."

Gebühr soll Happyland absichern

Die Parkraumkontrolle mit Parkgebühren sei deshalb eine Budget-Maßnahme, um weiterhin das ganze Angebot des Happylands trotz steigender Energiekosten abzusichern. Das betrifft neben dem Schwimmbad des Happylands auch Kletterhalle, Eislaufplatz, Tennis- und Basketballplätze sowie Laufrunden.

Geld schon lange Thema beim Happyland

Die Entscheidung sei im Happyland-Beirat einstimmig gefallen, in dem alle politischen Fraktionen vertreten sind. Was die finanzielle Situation im Happyland betrifft, zirkulieren seit Jahren Fragen um horrende Geldflüsse ("Heute" berichtete).

Grund dafür ist eine Generalsanierung des Happylands – schon seit 2013 läuft die Restaurierung schleppend dahin. Bis 2016 wurden rund 15 Millionen Euro in die Arbeiten gesteckt. Der wahre Schock kam aber später, als ein Rechnungshof die Geldflüsse kontrollierte und feststellte, dass die Sanierung um 30 (!) Prozent zu teuer gewesen war. Dazu kam der Schock, dass nach der Sanierung mehr als einhundert Mängel vom Rechnungshof dokumentiert worden waren.

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