Seit den 1980er Jahren gilt der Kulturverein Simmering als tragende Institution hinter unzähligen beliebten Veranstaltungen, unter anderem im Schloss Simmering.
Jetzt dürfte das Leben im 11. Bezirk deutlich düsterer werden, denn über das Vermögen des Kulturvereins wurde am Montag am Handelsgericht ein Konkursverfahren eröffnet.
Das Abgleiten in die Insolvenz wird laut Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) unter anderem auf erhebliche finanzielle Altlasten und das Ausbleiben von Subventionen zurückgeführt.
Laut vorliegender Unterlagen verfügt die Schuldnerin noch über Aktiva von rund 80.000 Euro. Doch dem stehen Forderungen von rund 330.000 Euro gegenüber.
Für heuer erwartet der Kulturverein Simmering noch weitere Einnahmen aus der Bewirtschaftung des Schloss Neugebäudes – unter anderem aus den Standgebühren des dortigen Christkindlmarkts.
So findet etwa ab Ende November das traditionelle "Weihnachten im Schloss" statt. Dorthin locken Specials wie ein mittelalterlicher Adventmarkt und ein zweitägiger Hundeadvent.
Mit Ende des Jahres 2025 läuft allerdings der Mietvertrag des Schlosses Simmering zwischen der Schuldnerin und der Stadt Wien aus.
Da kein neuer Vertrag abgeschlossen werden kann und die Verträge enden, fällt dem Kulturverein mit einem Schlag die Grundlage für weitere Einnahmen weg.
Die bittere Folge: "Ob eine Fortführung sowie Sanierung des Unternehmens möglich ist, bleibt jedoch abzuwarten. Sofern kein Investor gefunden werden kann, wird das Unternehmen zu schließen und liquidieren sein", so der AKV.