Gegen Ende des Jahres sinken die Temperaturen auch heuer spürbar, für die meisten heißt das: Heizung einschalten. Nicht so für Petra (51). Sie lebt von der Invaliditätspension, doch das Geld reicht einfach nicht. Geheizt wird in ihrer Wohnung schon lange nicht mehr – so hat die Wienerin wenigstens einen Weg gefunden, Kosten zu sparen.
"Die Rechnungen werden einfach nur höher", klagt Petra. Im Vergleich zum vergangenen Jahr zahlt sie rund 15 Prozent mehr fürs Heizen– das spürt die 51-Jährige deutlich. "Die Heizung habe ich schon lange nicht mehr aufgedreht", erklärt sie.
Obwohl es draußen immer häufiger unter zehn Grad hat, bleibt der Heizkörper bei Petra aus; höchstens das Bad wird beheizt. "Zum Glück heizen die Leute um mich herum, dann ist es etwas wärmer in der Wohnung." Auch beim Licht versucht sie, sparsam zu sein. "Ich drehe es so oft wie möglich ab."
Damit sie sich das Heizen im Badezimmer leisten kann, achtet die 51-Jährige beim Einkaufen genau auf die Preise. "Ich kaufe meistens die Eigenmarken der Supermärkte, das geht dann." Da sie als Einkommen nur ihre Invaliditätspension hat, ist Sparen für sie immer öfter unumgänglich. Auch Sozialmärkte helfen der Wienerin sehr – in der Ullreichgasse 13 findet sie immer wieder leistbare Lebensmittel. Doch nicht der Einkauf belastet die zweifache Mutter. Miete und Energiekosten sind für sie kaum zu stemmen: "Ich bräuchte mindestens 800 Euro mehr im Monat, um meine gesamten Kosten gut decken zu können." Unterstützung bekommt sie von ihrem Sohn, der noch bei ihr lebt. "Er ist Alleinverdiener. Da muss man die Kinder dann nicht mehr mitversorgen, sondern umgekehrt."