Im Schnitt verbringt ein Mensch ein Drittel seiner Lebenszeit im Bett. Bei Marina wären das schon fast zehn Jahre, allerdings hat die 29-Jährige schon lange große Probleme beim Schlafen: Sie hat kein Bett.
"Ich muss seit mehr als drei Monaten auf dem Boden schlafen", sagt die Niederösterreicherin (Bezirk Gänserndorf) zu "Heute". Dabei sollte sie gemütlich auf einem neuen, gemütlichen Bett ruhen. Bestellt hat sie gleich zwei Betten (eines für sich, eines für ihren Vater), "bezahlt habe ich mit meinem Urlaubsgeld."
Es war ein Kauf im Online-Shop von Betten Jumbo, die Rechnung – inklusive Matratzen – beträgt 3.373,66 Euro. "Am 7. Juli ist das Geld schon beim Verkäufer eingegangen, dafür habe ich auch eine Bestätigung", sagt Marina. Es wurde ein erster ungefährer Lieferzeitraum – Kalenderwoche 34 – ausgemacht. Doch ab diesem Zeitpunkt ist im Kaufprozess nichts mehr glatt gelaufen.
Das Bett kam nicht an! "Dann habe ich noch einmal urgiert, es wurde mir für die kommenden zwei Wochen versprochen", sagt die frustrierte Käuferin zu "Heute". Wieder kam das sehnsüchtig erwartete Möbelstück nicht an. "Da hat sich der Verkäufer – die sind in Berlin – noch entschuldigt und auf Lieferverzögerungen ausgeredet."
Ab diesem Zeitpunkt gab es keinen Kontakt mehr. Die verzweifelte Niederösterreicherin ging zur Polizei, erstattete Anzeige. "Die Polizisten haben selbst versucht, das Geschäft zu erreichen – keine Chance", beschreibt Marina. Auf der Gegenseite hat es nicht einmal geklingelt.
Auch "Heute" versuchte Kontakt mit Betten Jumbo aufzunehmen. Das Telefon klingelte zwar, aber niemand hob ab. Auf eine E-Mail bekamen wir bis jetzt keine Antwort.
Marina hat sich vor der Überweisung gut informiert. Mehr als 300 Rezensionen, alle mit der Bestnote, hatte Betten Jumbo auf Google. "Dann habe ich meine Erfahrungen dazugeschrieben und plötzlich gibt es viele schlechte Meinungen", klagt Marina. Es wird sie zwar nicht trösten, aber andere warten seit einem Jahr vergebens auf ihr Bett.
Am Schluss sagt die junge Mutter: "Ich weiß nicht, was ich tun soll, ich muss wohl weiter auf dem Boden schlafen."