Hamdi Salihi sorgt mit einem Doppelpack gegen die SV Ried fast im Alleingang für einen grün-weißen Befreiungsschlag und bestätigt damit zumindest vorübergehend Peter Pacult im Trainer-Amt. Dennoch protestieren die Rapid-Fans gegen die Führungskräfte der Hütteldorfer.
Rechtzeitig vor dem großen Wiener Derby in der kommenden Woche scheint Rapid zu seiner Form gefunden zu haben.
Frühe Rapid-Führung
Vor 14.600 Zuschauern im Hanappi-Stadion gehen die Grün-Weißen gegen die Innviertler bereits in Minute 15 durch einen schönen Heber von Salihi in Führung. In weiterer Folge hat zunächst Rene Gartler (21.) die Chance auf das 2:0, ehe Helge Payer bei Möglichkeiten von Daniel Royer und Stefan Lexa die Null für die Hausherren festhält.
Fast wichtiger: Rapid beruhigte mit dem zehnten Saisonsieg die Fans ein wenig. Diese hatten auf die schwachen Leistungen mit einem „stillen Protest“ reagiert, ließen lieber ihre Transparente sprechen. „Rapid erneuern – sportliche Leitung feuern“ und „Pacult, Hörtnagl, Kuhn – mit Euch wird Rapid bald in Frieden ruhen“, war zu lesen. Die Mannschaft gab die Antwort auf dem Platz.
Unmittelbar nach der Pause sorgt Salihi (46.) mit seinem zweiten Treffer für die Vorentscheidung. Der Albaner verwertet eine Flanke von Drazan per Kopf und bejubelt sein 12. Saisontor. Danach retten die Rapidler den Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit und damit womöglich auch den Job von Peter Pacult. Der Rapid-Trainer steht seit den Misserfolgen im Frühjahr in der Kritik (siehe unten).
„Es war der erhoffte Heimsieg. Wichtig ist, dass man auch Ruhe bewahrt, wenn es nicht so läuft. Das gehört zum Fußball“, war Rapid-Coach Pacult erleichtert. Bitter: Heikkinen und Kayhan sahen Gelb – fehlen den Hütteldorfern am Sonntag im Derby gegen die Austria.
Rapid acht Punkte hinter Austria
Winterkönig Ried rutscht nach drei sieglosen Partien in Serie auf den vierten Tabellenrang ab. Rapid weist als Sechster weiter acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Austria auf.
Heftige Fan-Proteste
Trotz des Punktgewinns ließen die grün-weißen Anhänger ihrem Frust ob der zuletzt schwachen Auftritte ihrer Mannschaft - nur vier Punkte aus den letzten vier Spielen - freien Lauf. Mit zahlreichen Transparenten und "Pacult raus"- bzw. "Hörtnagl raus"-Chören drückte der harte Kern der Fans auf der West-Tribüne seinen Unmut aus.
Rapid - Ried 2:0 (1:0)
Hanappi-Stadion, 14.600 Zuschauer, SR Schörgenhofer
Torfolge:
1:0 Salihi (15.)
2:0 Salihi (46.)