Salzburg hat sich in der Fußball-Bundesliga vorzeitig zum Winterkönig gekrönt. Der Tabellenführer setzte sich am Mittwochabend beim WAC mit 2:1 (0:0) durch und kann bei drei ausstehenden Runden und zehn Zählern Vorsprung auf Verfolger Rapid in diesem Jahr nicht mehr von Platz eins verdrängt werden. Auf dem Wolfsberger "Eislaufplatz" gelang Dusan Svento in der 87. Minute das entscheidende Tor.
Salzburg hat sich in der Fußball-Bundesliga vorzeitig zum Winterkönig gekrönt. Der Tabellenführer setzte sich am Mittwochabend beim WAC mit 2:1 (0:0) durch und kann bei drei ausstehenden Runden und zehn Zählern Vorsprung auf Verfolger Rapid in diesem Jahr nicht mehr von Platz eins verdrängt werden. Auf dem Wolfsberger "Eislaufplatz" gelang Dusan Svento in der 87. Minute das entscheidende Tor.
Der Brasilianer Alan hatte Salzburg mit seinem zwölften Saisontor zunächst in der 51. Minute voran gebracht, Wolfsbergs Michael Liendl gelang sieben Minuten später aber der Ausgleich. Die Kärntner kassierten somit die dritte Niederlage in Folge und rutschten auf Rang neun ab. Auf Schlusslicht Admira hat der WAC noch fünf Zähler Vorsprung.
Joker Svento sticht
Mit der Einwechslung von Svento bewies Salzburg-Trainer Roger Schmidt ein Goldhändchen. Der Slowake kam in der 85. Minute für Christoph Leitgeb aufs Spielfeld und erzielte zwei Minuten später per Flugkopfball nach Flanke von Valon Berisha den Siegestreffer. Zuvor hatten beide Teams mehr mit den äußeren Umständen, als mit dem Gegner zu kämpfen.
Winterliche Bedingungen in Wolfsberg
Vor 3.200 Zuschauern fanden sich die beiden Mannschaften bei tief winterlichen Bedingungen in der Lavanttal-Arena ein. Das Thermometer zeigte fünf Grad minus an, der Boden war durchgefroren und, wie WAC-Coach Dietmar Kühbauer bereits vor dem Spiel anmerkte, "grenzwertig". In den Strafräumen hatten die Wolfsberger vor der Partie Zelte mit Heizstrahlern aufgestellt.
Roger Schmidt sprach nach der Partie trotz eines Erfolgs für seine Salzburger von irregulären Bedingungen. "Unter solchen Bedingungen sollte man nicht spielen, so einen Platz kann man nicht akzeptieren. Das hat nichts mit Bundesligafußball zu tun", schäumte der Red Bull-Coach.
Keine Tore vor der Pause
Salzburg kam mit den Bedingungen dann aber trotzdem immer besser zurecht. Zunächst profitierten die Gäste beinahe von einem verunglückten Rnic-Kopfball, Leitgeb brachte aber nur einen unplatzierten Schuss an (36.). Dann scheiterte Sadio Mane an WAC-Torhüter Christian Dobnik (40.). Der WAC tauchte durch den schnellen Manuel Kerhe aber ebenfalls noch einmal gefährlich im Salzburger Strafraum auf, Peter Gulacsi war jedoch den entscheidenden Schritt schneller am Ball (37.).
Salzburg geht in Führung - WAC gleicht schnell aus
Der Tabellenführer konnte seine unbestrittene technische Klasse zunächst trotzdem besser nutzen. Dobnik lenkte einen Kampl-Kopfball noch an die Stange, Alan staubte mit seinem zwölften Saisontor aber ab. Salzburg-Trainer Roger Schmidt nahm den bereits verwarnten Brasilianer fast umgehend für den Norweger Havard Nielsen vom Spielfeld, musste sich nicht einmal eine Minute später aber über den Ausgleich ärgern.
Svento lässt Salzburg spät jubeln
Putsche und Standfest spielten Liendl relativ unbedrängt frei, gegen den platzierten Schuss des Mittelfeldmannes hatte Gulacsi keine Chance. Der WAC witterte in einer zunehmend zerfahreneren Partie nun seine Chance, während Schmidt mit Kampl die nächste Mannschaftsstütze der Bullen austauschte. Zwingende Torchancen konnten sich aber beide Teams nicht erarbeiten, ehe Svento zuschlug. Auf Salzburg wartet am Samstag auswärts in Wiener Neustadt nun die nächste Partie auf schwierigem Terrain.
RZ Pellets WAC - FC Red Bull Salzburg 1:2 (0:0)
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 3.200, SR Schüttengruber.
Torfolge: 0:1 (51.) Alan, 1:1 (58.) Liendl, 1:2 (87.) Svento
WAC: Dobnik - Standfest, Sollbauer, Rnic, Baldauf - Polverino (90. Hüttenbrenner) - Kerhe, Liendl, Putsche (90. Falk), Suppan - Segovia
Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Schiemer, Hinteregger, Ulmer - Ramalho, Ilsanker - Kampl (70. Berisha), C. Leitgeb (85. Svento), Mane - Alan (57. Nielsen)
Gelbe Karten: Polverino, Sollbauer bzw. Alan