Schalke ging als klarer Favorit und vorzeitiger Gruppensieger in dieses Europa-League-Spiel gegen RB Salzburg. Die Anfangsphase gestaltete sich sehr ruhig. Nur die Schalke-Fans sorgten für eine kurze Unterbrechung, weil sie für heftigen Rauchnebel im Stadion sorgten.
Eine gute Chance hatte RB Salzburg in den ersten 10. Minuten. Kehrer klärte eine Hereingabe von Lazaro und setzte dabei den Ball beinahe ins eigene Tor - Glück für Schalke. Die erste Viertelstunde gestaltete sich allerdings wie erwartet: Keine der beiden Mannschaften fiel besonders positiv oder negativ auf. Doch kurze Zeit später wurde es interessanter. Schlager bekam einen Querschläger auf die lange Ecke und schloss eiskalt ab – 1:0 in der 21. Spielminute für die Salzburger. Die Bullen wirkten nach Schlagers Debüt-Tor wie beflügelt und versuchten immer mehr Druck auf die Schalker auszuüben. Etwa sieben Minuten später versuchte es Lainer mit einem scharfen Schuss aus der Distanz, scheiterte jedoch an Keeper Giefer.
Den Salzburgern gelang es die Schalker, mit dem Druck den sie machten, zu beeindrucken. Sie kamen besser in die Zweikämpfe und ließen den Deutschen wenig Spielraum. Das Team von Garcia hatte das Spiel fest im Griff. Gegen Ende der ersten Halbzeit wachten die Gäste dann doch noch auf und kamen immer wieder zu gefährlichen Schusspositionen in Strafraumnähe – vor allem Avdijaj wollte es unbedingt wissen. RB Salzburg ging dennoch mit einer verdienten Führung in die Kabine. Schalke 04 war nur aus der Distanz gefährlich.
Spannung bis zur letzten Minute
Schalke begann die zweite Hälfte deutlich besser und versuchte sofort Druck aufzubauen. Die Salzburger blieben davon allerdings unbeeindruckt und spielten ebenfalls nach vorne. Sehr stark und ansprechend machten die Bullen Druck in der Hälfte der Schalker. Unter tobendem Applaus von beiden Seiten kam ÖFB-Legionär Schöpf für die Gastmannschaft in der 57. Minute ins Spiel. Die knappe Führung der Heimmannschaft hielt. Etwa zehn Minuten später kurze Aufregung im Strafraum der Salzburger: Ein Schalker wurde niedergestoßen, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm – eine klare Fehlentscheidung.
Nun machten die Deutschen wieder Druck. Avidijaj hatte den Ausgleich in der 69. Spielminute auf dem Kopf, doch Goalie Stankovic war zur Stelle und wehrte mit einer tollen Parade ab. Die Bullen leisteten dennoch gute Offensivarbeit und kamen zu guten Torchancen. Minamino bekam einen idealen Lochpass in den Strafraum und setzte den Ball in der 77. Minute ins Netz – doch der Unparteiische hielt die Fahne hoch, Abseits. Kurz danach ging es Schlag auf Schlag: Sowohl Salzburg, als auch Schalke kam zu gefährlichen Torchancen. Vor allem Schalke-Stürmer Avdijaj und Salzburg-Tormann Stankovic lieferten sich ein packendes Duell. Der Stürmer scheiterte immer wieder an den weltklassigen Paraden des Goalkeepers.
In der 88. Spielminute hatte Minamino das 2:0 auf dem Fuß. Der Japaner er ließ einen Schalker im Strafraum mit einem Hacken ausstiegen und zog ab – der Schuss erwischte allerdings das Knie eines Verteidigers. In der allerletzten Minute bekam Schalke noch einen Eckstoß, eine letzte Chance auf den Ausgleichstreffer – sogar Goalie Giefer kam mit nach vorne. Das sollte den Deutschen zum Verhängnis werden, denn die Bullen brachten die Hereingabe aus dem Strafraum und stürmten auf das leere Schalker Tor zu. Radosevic (90.+3) schob das Leder schlussendlich eiskalt über die Torlinie. Red Bull Salzburg siegte verdient mit einem 2:0 gegen Schalke 04.