Doppelter Rückschlag für Red Bull Salzburg – sportlich wie personell. Nur einen Tag nach der 0:5-Testspielpleite gegen Bayern München folgt die bittere Diagnose für Stefan Lainer: Mittelhand-Bruch, Operation, Zwangspause.
Der 33-jährige Routinier zog sich die Verletzung im Test-Hit gegen den deutschen Rekordmeister zu. Wie der Klub am Mittwoch bestätigte, muss sich Lainer einem chirurgischen Eingriff unterziehen und verpasst damit das Trainingslager in Belek.
Besonders bitter: Ausgerechnet Lainer hatte nach dem Spiel noch offen den Finger in die Wunde gelegt. Der Ex-Teamspieler nahm nach dem Auftritt vor heimischem Publikum kein Blatt vor den Mund. "Wir können das noch nicht auf den Platz bringen, was man gegen Bayern München braucht. Physisch sind wir noch weit weg. Das heutige Spiel war gut für die Fans. Für uns auch 45 Minuten." Nach der schwachen zweiten Halbzeit folgte schließlich der schonungslose Satz: "Aber zweite Halbzeit hätten wir auch in den Wald laufen gehen können."
Nun fällt ausgerechnet einer der erfahrensten Führungsspieler länger aus und kann an der angesprochenen physischen Aufholjagd vorerst nicht mitarbeiten.
Neben Lainer fehlen den "Bullen" im Winterlager weitere Kräfte: Takumu Kawamura bleibt wegen Knieproblemen in Salzburg, Petar Ratkov ist seit Mittwoch im Ausland, um Vertragsgespräche zu führen. Der Stürmer steht laut Klubkreisen kurz vor einem Wechsel zu Lazio Rom, Salzburg winkt eine zweistellige Millionensumme.