Salzburg steht nach irrem Elferschießen im Finale

Titelverteidiger Red Bull Salzburg zittert sich in das Finale des ÖFB-Cups - weil Gegner Mattersburg im Elferschießen dramatisch die Nerven versagten.

Was für ein irrer Cup-Thriller mit dem besseren Ende für Salzburg! Der Titelverteidiger steht nach 90 torlosen Minuten und einer Verlängerung ohne Treffer dank eines 3:0-Sieges im Elfmeterschießen im Cup-Finale!

Bitter für Mattersburg: Den Spielern von Coach Gerald Baumgartner versagten im Elfmeterschießen völlig die Nerven, während die Salzburger eiskalt blieben und jeden Elfmeter verwerten konnten.

"Wir sind alle überglücklich, dass wir im Elfmeterschießen gewonnen haben", jubelte Salzburg-Trainer Marco Rose, der sich weiterhin Hoffnungen auf das historische Triple aus Meister, ÖFB-Cup und Europa League machen darf. "Da braucht man auch das Quäntchen Glück. Wir haben gesagt, dass wir konsequent bleiben wollen und das haben die Schützen gemacht. Auch Cican (Torhüter Stankovic, Anm.) war überragend."

Reguläres Tor für Mattersburg nicht gegeben



Die Partie im Pappelstadion nahm zunächst nur langsam Fahrt auf. Minamino vergab die erste Topchance (44.), Schlager scheiterte an der Stange (60.). In Minute 71 wurde es turbulent.

Jano köpfelte aufs Salzburg-Tor, "Bullen"-Goalie Stankovic parierte – allerdings hinter der Linie (71.). Schiedsrichter Schüttengruber ließ weiterspielen, Malic traf mit dem Nachschuss nur den Pfosten. Bitter für die Burgenländer: Im ÖFB-Cup gibt es weder den Videobeweis, noch die Torlinientechnik.

Das "Beinahe-Tor" im Video:

Mattersburg verschießt zum ersten Mal einen Elfer



Mattersburg blieb am Drücker – und kam zu einem Elfer. Berisha zupfte an Höller, eine harte Entscheidung. "Bullen"-Leihgabe Prevljak trat an, scheiterte mit seinem schwachen Versuch aber an Stankovic (83.).

Es blieb beim 0:0 nach 90 Minuten. Auch in der Verlängerung drückten die Hausherren aufs Tempo, einen Malic-Kopfball klärte Stankovic auf der Linie (99.). In der 103. Minute gab es abermals Elfmeter-Alarm: Novak fälschte einen Schuss von Lainer im Strafraum mit der Hand entscheidend ab, ein Pfiff von Schüttengruber blieb aber aus.

Höller, Malic und Seidl versagen beim Elfern



Die Entscheidung musste somit im Elfmeterschießen fallen. Und dabei versagten sowohl Höller, Malic als auch Seidl die Nerven - sie vergaben allesamt, während Berisha, Ramalho und Lainer ihrer Elfmeter eiskalt verwerten konnten.

Kurios: Für Mattersburg-Trainer Baumgartner war es im 23. Spiel erst die zweite Cup-Pleite überhaupt. 2013 holte er mit Regionalligist Pasching den Titel, ein Jahr später scheiterte er mit St. Pölten erst im Finale. Der damalige Gegner? Red Bull Salzburg.

Auch die Admira jubelt. Nach dem Aus von Mattersburg steht fest, dass Rang fünf in der Liga (aller Voraussicht nach) für den Europacup reicht. Den belegen aktuell die Südstädter.

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

(Heute Sport)

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