Sport

Salzburg will zu Schmidts Abschied das Double holen

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:12

Für Fußballmeister Salzburg ist das Cupfinale gegen Außenseiter St. Pölten am Sonntag im Klagenfurter Wörthersee Stadion (16.30 Uhr/live ORF eins) gleichsam der letzte Charaktertest einer langen Saison. Gegen den hochmotivierten Zweitligisten sind die "Bullen" noch einmal voll gefordert. "Nur wenn wir unser Spiel hundertprozentig auf den Platz bringen, können wir gewinnen", warnte Kevin Kampl

Für ist das Cupfinale gegen Außenseiter St. Pölten am Sonntag im Klagenfurter Wörthersee Stadion (16.30 Uhr) gleichsam der letzte Charaktertest einer langen Saison. Gegen den hochmotivierten Zweitligisten sind die "Bullen" noch einmal voll gefordert. "Nur wenn wir unser Spiel hundertprozentig auf den Platz bringen, können wir gewinnen", warnte Kevin Kampl

"Klar sind wir Favorit", meinte Kampl, der angesichts des möglichen zweiten Salzburger Doubles nach 2012 seine Kollegen trotz längst eingeheimster Meisterehren zu einem finalen Kraftakt aufforderte: "Wir dürfen dem Gegner keine Chance lassen, gefährlich zu werden." Tunlichst soll vermieden werden, ein ähnlich schlechtes Beispiel wie die Wiener Austria zu geben, die im Vorjahr eine Woche nach geschafftem Meistertitel im Finale an Drittligist Pasching gescheitert war.

In der Tat haben sich die "Bullen" in der Liga nach dem in neuer Rekordzeit fixierten Titel und dem bitteren Aus in der Europa League nicht immer von ihrer besten Seite gezeigt. Das musste auch Kampl gestehen. "Manchmal ist es schon ein bisschen schwer, wenn du so früh Meister geworden bist, immer den Fokus aufrecht zu halten", sagte der slowenische Teamspieler. Die Folgen seien in der Meisterschaft zu sehen gewesen. "Dann sind wir in der Liga wieder schlagbar", stellte Kampl fest.

Double zu Roger Schmidts Abschied

Salzburgs scheidender Coach Roger Schmidt, der bis auf den gesperrten Sadio Mane auf alle relevanten Spieler zurückgreifen kann - Ramalho (Adduktoren) und Alan (leichte Muskelblessur) sind allerdings fraglich -, erwartet sich von seinen Spielern jedenfalls eine Höchstleistung. "Wenn man die Chance hat, will man den Pokal auch holen", betonte der zukünftige Dirigent von Bayer Leverkusen. Um die Seriosität dieser Ambitionen zu untermauern, ließ Schmidt die abschließenden Trainings in Salzburg am Freitag und Samstag hinter verschlossenen Türen durchführen.

Unbestritten ist, dass sich Salzburg im Cup kaum Blöße gab. 30 Treffer erzielten die "Bullen" in fünf Partien, kassierten nur zwei Gegentore. Lediglich beim steirischen Unterligisten FC Lankowitz kam man in der zweiten Runde ins Trudeln, stieg erst im Elferschießen auf. Zuletzt herrschten beim 7:0 bei Zweitligist Horn am 7. Mai klare Verhältnisse. "Der Cup ist nochmal ganz was anderes. Man hat ja auch in Horn gesehen, dass wir konzentriert sind", stellte Kampl optimistisch fest.

"Mr. Cup" plant die Sensation

Mit dem zweiten Cupfinale innerhalb eines Jahres hat sich Gerald Baumgartner endgültig in die erste Reihe der österreichischen Trainer gespielt. Für den 49-Jährigen heißt die Gegenwart zwar noch St. Pölten, der Karriereplan des ehrgeizigen Salzburgers sieht freilich einen baldigen Aufstieg vor. "Ich bin kein Fuzzitrainer mehr", sagte Baumgartner vor dem Duell mit Salzburg am Sonntag in Klagenfurt.

"Ich bin ein moderner Trainer mit gutem Fußballkonzept, das bei mehreren Vereinen funktioniert hat. Ich bin nicht nur ein Trainer, kann einen Verein auch weiterentwickeln", stellte Gerald Baumgartner klar. Innerhalb eines Jahres hat es der Salzburger geschafft, einer Mannschaft sein Spielkonzept zu vermitteln und den SKN St. Pölten ins Cupfinale zu führen. Doch auch der Klub weiß, was er am 49-Jährigen hat, wurde zuletzt ein Angebot des SV Grödig abgelehnt.
Red Bull Salzburg - SKN St. Pölten 16.30 Uhr

Wörthersee Stadion Klagenfurt, SR Dintar

Mögliche Aufstellungen

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Ramalho/Schiemer, Hinteregger, Ulmer - Ilsanker - Kampl, C. Leitgeb, Berisha/Lazaro - Soriano, Alan/R. Zulj

Ersatz: Walke - Klein, Meilinger, Hierländer

Es fehlen: Mane (gesperrt), Svento (Knie), Gustafsson (Sehnenriss im Finger), Rodnei (Adduktoren), Vorsah (Trainingsrückstand)

Fraglich: Ramalho (Adduktoren), Alan (muskuläre Probleme)

St. Pölten: Kostner - Dober, Grasegger, Wisio, Holzmann - Brandl, Jano - Hofbauer, Kerschbaumer, Sadovic - Bozkurt

Ersatz: Schwaiger - Huber, Riegler, Fucik, Schibany, Kragl, Hofbauer, Ambichl, Noel

Es fehlt: keiner

APA/red

Den Weg ins Finale beider Teams finden Sie auf Seite zwei

 

Der Weg ins Finale

Salzburg:

1. Runde: Union St. Florian 9:0 (a)

2. Runde: FC Lankowitz 7:6 (i.E., 1:1 n.V./a)

Achtelfinale: Kapfenberger SV 7:1 (a)

Viertelfinale: Wolfsberger AC 6:0 (a)

Halbfinale: SV Horn 7:0 (a)

St. Pölten:

1. Runde: SV Wals-Grünau 2:1 (a)

2. Runde: LASK 4:3 (a)

Achtelfinale: SC Kalsdorf 4:0 (a)

Viertelfinale: SV Ried 2:1 (a)

Halbfinale: Sturm Graz 1:0 n.V. (h)

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