Klaus Strasser hat sich einen Traum erfüllt. Der Salzburger Ingenieur lebt in einem Haus, das komplett ohne öffentlichen Stromanschluss auskommt. Seit 2018 versorgt er sich in St. Gilgen vollständig selbst mit Energie.
Auf seinem Grundstück befinden sich insgesamt 70 Solarmodule - an der Hausfassade, auf dem Dach und im Garten. Jedes einzelne ist millimetergenau ausgerichtet, um möglichst effizient zu arbeiten.
Wie chip.de unter Berufung auf die Kronen Zeitung berichtet, hat der Tüftler das gesamte System sogar patentiert. Der erzeugte Solarstrom fließt in ein selbst entwickeltes Speichersystem. Zusätzlich nutzt Strasser eine Wärmepumpe für die Heizung und einen Warmwasserbereiter.
"Ich muss im Winter nicht frieren und mich auch niemals kalt duschen", sagt der Österreicher stolz. In Kombination mit der Solaranlage entsteht ein geschlossener Energiekreislauf - hohe Strompreise sind für ihn kein Thema mehr.
Günstig war das Projekt allerdings nicht: Rund 70.000 Euro und viele Stunden Arbeit hat Strasser investiert. Trotzdem sieht er sein autarkes Haus als wirtschaftlich sinnvoll an - in etwa 15 Jahren soll sich die Investition rentiert haben.
Inzwischen produziert die Anlage sogar mehr Strom, als Strasser selbst benötigt. "Mittlerweile produziere ich so viel Strom, dass ich ihn, abgesehen von Dezember und Januar, sogar verschenken könnte", erklärt er.