Es scheint, als habe Red Bull Salzburg nun auch seine Abschlussschwäche in den Griff bekommen. Bei der 5:0-Machtdemonstration am Sonntag in Ried präsentierten sich die bisher vor dem Tor oft so fahrlässigen "Bullen" eiskalt und legten eine höchst gelungene Generalprobe für das Auftaktspiel der Europa-League-Gruppenphase am Donnerstag gegen den schwedischen Fußball-Meister Elfsborg hin. "Das war unsere beste Saisonleistung und genau das richtige Zeichen vor dem EL-Spiel", meinte Kreativspieler und Torschütze Kevin Kampl.
Es scheint, als habe Red Bull Salzburg nun auch seine Abschlussschwäche in den Griff bekommen. Bei der 5:0-Machtdemonstration am Sonntag in Ried präsentierten sich die bisher vor dem Tor oft so fahrlässigen "Bullen" eiskalt und legten eine höchst gelungene Generalprobe für das Auftaktspiel der Europa-League-Gruppenphase am Donnerstag gegen den schwedischen Fußball-Meister Elfsborg hin. "Das war unsere beste Saisonleistung und genau das richtige Zeichen vor dem EL-Spiel", meinte Kreativspieler und Torschütze Kevin Kampl.
"Wir sind vor dem Tor ruhig und konsequent geblieben", lobte Trainer Roger Schmidt seine Truppe - da wollte auch über die Rote Karte für Doppeltorschütze Alan (61.), der nach einem Zweikampf Rieds Oliver Kragl beleidigt hatte, keiner diskutieren. Schmidt: "Wir haben uns den Gefallen gemacht, die Chancen zu nützen, und haben herrliche Tore geschossen."
Kampl war überzeugt: "Man hat gesehen, dass wir in der Lage sind, viele Tore zu schießen. Die Effizienz hat sich für uns ausgezahlt. Wir haben einen kleinen Bann gebrochen, was das Toreschießen betrifft", erklärte der Slowene, der in der 65. Minute einen Konter souverän abschloss, bei seinem zweiten Tor freilich von einer unglücklichen Aktion von Ried-Verteidiger Jan-Marc Riegler profitierte. Die Bundesliga prüfte am Montagvormittag, den Treffer als Kampls sechstes Saisontor oder als Eigentor zu werten.
Ausschluss hemmte nicht
Auch nach Alans Ausschluss kam der Salzburger Motor nicht ins Stottern, lediglich vor der Pause konnte Ried zumindest einige zarte Akzente setzen. Schmidt gefiel das gar nicht. "Da waren wir nachlässig", mahnte er. Der Deutsche, dessen Team in der Vorsaison gegen Ried nicht gewinnen konnte, hat dank des Erfolgs nun gegen jedes Team der Bundesliga zumindest einen Sieg zu Buche stehen.
Für Schmidt war die starke Vorstellung seines Teams auch ein Fingerzeig für die Partie gegen Elfsborg. "Das ist eine gute Mannschaft, taktisch sehr diszipliniert. Ein Heimsieg zum EL- Start wäre super für uns", sagte Schmidt.
Ärger über Schiedsrichter
Ärgern konnte er sich eigentlich nur über eines. "Ich kann nicht zugucken, wie meine Spieler anscheinend zu Freiwild erklärt werden", kritisierte Schmidt die seiner Meinung nach zu lasche Vorgangsweise von Schiedsrichter Harald Lechner. "Das ist nicht mehr akzeptabel, was die Schiedsrichter mit meinen Spielern machen." Kritik übte der sonst so besonnene Schmidt auch schon während des Spiels, was ihm in der 75. Minmute prompt den Verweis auf die Tribüne eintrug. "Es war ein sehr hitziges Spiel von beiden Seiten mit viel Fouls und Gelben Karten", konstatierte auch Kampl.
Bei den Riedern, die sich vor dem Spitzenspiel leise Hoffnungen auf Platz eins gemacht hatten, kehrte Ernüchterung ein. "Salzburg hat uns die Grenzen aufgezeigt, hat unsere Fehler sofort ausgenutzt. Die sind in anderen Spielen vielleicht nicht so aufgefallen", meinte etwa Verteidiger Thomas Reifeltshammer.
Rieder wollen aus Pleite Lehren ziehen
Trainer Michael Angerschmid fand das 0:5 gerecht, aber "bitter. Wir waren zu langsam am Ball, haben das Tempo zu wenig hochgehalten." Doch der 39-Jährige wollte die Schlappe nicht zu einem Drama hochstilisieren: "Das war eine sehr gute Niederlage, wenn wir daraus lernen."
APA/red