Trauer um Marvin G.

Sanitäter stirbt kurz vor seinem 30. Geburtstag

Kurz vor seinem 30. Geburtstag stirbt ein engagierter Sanitäter aus OÖ an einer Gehirnblutung - Kollegen und Freunde sind erschüttert.
André Wilding
23.04.2026, 09:30
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Die Nachricht sorgt für Bestürzung: Marvin G. ist tot. Der 29-Jährige aus Steyrling stand jahrelang im Dienst anderer, jetzt trauern seine Kollegen um ihn. Beim Roten Kreuz war er als Sanitäter aktiv, übernahm regelmäßig Dienste und brachte Patienten sicher ins Spital.

"Wir sind alle tief betroffen. Marvin war ein sehr engagierter, empathischer und beliebter Kollege", sagt Alexander Kaineder, Bezirksrettungskommandant von Kirchdorf gegenüber der "Kronen Zeitung".

Dramatische Wende

Dann die dramatische Wende: Der junge Mann klagte plötzlich über starke Kopfschmerzen. Im Krankenhaus folgte die niederschmetternde Diagnose - akute Gehirnblutung. Der Verlauf entwickelte sich rasch und heftig, für den 29-Jährigen gab es keine Rettung mehr. Er starb im Spital, heißt es in dem Bericht.

Auch abseits des Rettungsdienstes war Grüblinger tief verwurzelt: Der junge Mann engagierte sich bei der Pistenrettung in Hinterstoder und bei der Feuerwehr Kirchdorf. "Er hinterlässt eine große Lücke", betont Feuerwehrkommandant Philipp Schwarz gegenüber der "Krone".

Wie heimtückisch solche Fälle sind, erklärt Neurochirurg Andreas Gruber vom Neuromed Campus Linz gegenüber der Tageszeitung so: "Es gibt viele Arten von Gehirnblutung. Bei älteren Menschen sind die Symptome von einem Schlaganfall nicht zu unterscheiden. Junge Menschen sind meist von einem Aneurysma betroffen, das reißt."

Die Parte zum Todesfall von Marvin G.
Bestattung Greimel / Screenshot

Verheerende Folgen

Die Folgen sind oft verheerend: "Das kommt wie ein Bombeneinschlag. Der Patient verspürt einen peitschenartigen, starken Schmerz im Hinterkopf", so der Experte zur "Krone". Auch nach einer überstandenen Blutung bleibt das Risiko hoch - viele Patienten erleiden innerhalb kurzer Zeit eine weitere Blutung.

Vorbeugung ist nur eingeschränkt möglich. "Es gibt kaum Vorbeugung. Rauchen und Bluthochdruck begünstigen das Risiko", erklärt Gruber gegenüber der Tageszeitung.

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