Der Ansturm auf griechische Ferienparadiese erreicht ein neues Rekordniveau. Im vergangenen Jahr reisten knapp 38 Millionen Touristen nach Griechenland - das entspricht fast dem Dreieinhalbfachen der Einwohnerzahl des Landes.
Besonders die mondänen Jetset-Inseln Santorini und Mykonos geraten unter dem wachsenden Andrang immer stärker unter Druck. In der Hauptsaison wird auf manchen Inseln inzwischen sogar eine höhere Bevölkerungsdichte erreicht als im Großraum der Hauptstadt Athen.
Wie chip.de unter Berufung auf eine Studie der Universität der Ägäis berichtet, können längst nicht mehr nur die bekannten Ferieninseln die Belastung bewältigen. Auch zahlreiche kleinere Inseln stoßen an ihre Grenzen.
Gerade in den Sommermonaten nehmen Wasserverbrauch, Strombedarf, Müllmengen und Verkehrsprobleme deutlich zu. Zugleich wird Wohnraum für die einheimische Bevölkerung immer knapper, weil mehr und mehr Wohnungen als Ferienunterkünfte angeboten werden.
Nach Einschätzung der Forscher ist der Tourismus zwar ein zentraler Wirtschaftszweig für Griechenland, sorgt aber nicht automatisch für eine ausgewogene Entwicklung vor Ort.
Im Athener Tourismusministerium ist die Problemlage bekannt. Bereits Anfang Mai hatte die griechische Regierung angekündigt, entschiedener gegen die Auswirkungen des Massentourismus vorzugehen.
Geplant sind strengere Bauvorschriften für stark frequentierte Reiseziele wie Santorini, Mykonos, Rhodos und Kos. Künftige Hotels auf besonders überlasteten Inseln sollen kleiner geplant werden, um den Druck auf die Infrastruktur zu verringern.