Saudi-Arabien soll laut einem Medienbericht alles daran gesetzt haben, den Grand Prix im April doch noch durchzuführen und bot dafür offenbar außergewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen an.
Wie mittlerweile feststeht, können die geplanten Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien nicht stattfinden. Der anhaltende Krieg im Nahen Osten macht eine sichere Austragung in den kommenden Wochen unmöglich.
Laut "Sport Bild" habe vor allem Saudi-Arabien bis zuletzt versucht, eine Absage zu verhindern. Im Fokus standen dabei umfassende Sicherheitszusagen an die Formel 1. Demnach stellte das Land sogar ein spezielles Raketenabwehrsystem für den Stadtkurs in Dschidda in Aussicht. Dennoch blieb die Königsklasse bei ihrer Entscheidung, das Rennen nicht auszutragen.
FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem erklärte dazu vor wenigen Tagen: "Die FIA wird die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaft und unserer Kollegen stets an erste Stelle setzen."
"Nach sorgfältiger Abwägung haben wir diese Entscheidung getroffen, wobei wir uns dieser Verantwortung voll und ganz bewusst waren", so bin Sulayem weiter. Seit Beginn des Konflikts stehen Bahrain und Saudi-Arabien wiederholt unter Beschuss durch Drohnen und Raketen aus dem Iran.
Schon 2022 war es in Dschidda zu einem Zwischenfall gekommen: Während des Rennwochenendes hatten Huthi-Rebellen eine Anlage des Ölkonzerns Aramco attackiert. Damals wurde intensiv über einen Abbruch diskutiert, das Rennen fand letztlich aber statt.
Vier Jahre später fiel die Entscheidung diesmal bereits im Vorfeld – und klar gegen eine Austragung. Durch die beiden abgesagten Rennen entsteht nun eine längere Pause im Kalender: Nach dem Grand Prix von Japan in Suzuka am 29. März geht es erst am 3. Mai in Miami weiter.