Ex-Haas-Teamchef Günther Steiner hat mit deutlichen Worten auf die Kritik von Max Verstappen reagiert. "Manchmal wirft Max die Spielsachen ziemlich schnell aus dem Kinderwagen, wenn es nicht nach seinem Willen läuft", stichelte der Südtiroler gegen den vierfachen Weltmeister.
Verstappen hatte nach einem schwierigen Rennwochenende in China erneut scharf gegen die neuen Formel-1-Regeln für 2026 geschossen. Für Steiner liegt die Ursache für die Kritik allerdings weniger im Reglement selbst, sondern vielmehr in der aktuellen Situation bei Red Bull.
"Max ist nicht glücklich, weil sein Auto nicht dort ist, wo er es gerne hätte", erklärte Steiner im Gespräch mit "Talksport". Der Frust über die sportliche Lage spiele eine große Rolle.
Bereits bei den Testfahrten in Bahrain hatte Verstappen die neuen Vorschriften heftig kritisiert und sie als "Formel E auf Steroiden" bezeichnet. Nach dem Rennen in China legte der Niederländer nach. Nach einem Ausfall in Runde 45 ausgelöst durch ein Problem mit dem ERS-System sprach er erneut von "Mario-Kart-Regeln".
Steiner sieht die Entwicklung jedoch differenzierter. Red Bull betrete mit dem eigenen Motorprojekt Neuland, weshalb Anlaufschwierigkeiten nicht überraschend seien. "Das ist eine sehr fortschrittliche Technologie, da brauchen die Ingenieure einfach Zeit", betonte er. Gleichzeitig zeigte er sich beeindruckt davon, wie gut neue Programme wie Red Bull Ford oder Audi bereits funktionieren.
Grundsätzlich bewertet Steiner die Entwicklung der Formel 1 positiv. Das Racing sei schon jetzt "ziemlich gut". Kritik wie jene von Verstappen ordnet er auch im Kontext der ungewohnten Situation ein: "Er ist es nicht gewohnt, nicht in einem der besten Autos zu sitzen."