Franco Colapinto hat beim Großen Preis von China erstmals seit Texas 2024 wieder Punkte in der Formel 1 geholt. Statt Jubel sorgte jedoch ein Zwischenfall mit Esteban Ocon für Wirbel – und führte zu einem ungewöhnlichen Appell seines Managements: "Bitte schickt keine Hass-Botschaften oder Todesdrohungen!"
Der Argentinier wurde in Shanghai Zehnter und sicherte sich damit einen wichtigen WM-Zähler. Überschattet wurde das Ergebnis allerdings von einer Kollision mit Haas-Pilot Ocon in Runde 32.
Nach seinem Boxenstopp musste sich Colapinto sofort gegen den heranstürmenden Franzosen verteidigen. In Kurve zwei setzte Ocon zum Überholmanöver an und zog innen vorbei. Als beide auf gleicher Höhe waren, schloss Colapinto die Tür es kam zur Berührung, beide Autos drehten sich. Ocon übernahm anschließend am Funk die Verantwortung für den Zwischenfall und erhielt eine Zehn-Sekunden-Strafe. Beide Fahrer konnten das Rennen dennoch fortsetzen.
Im Netz sorgte der Crash jedoch für heftige Reaktionen. Vor allem einige Colapinto-Fans attackierten Ocon scharf. Das Management des Alpine-Piloten sah sich deshalb zu einer klaren Stellungnahme gezwungen: "Bitte schickt keine Hass-Botschaften oder Todesdrohungen an Esteban, seine Familie oder an Haas. Solche Kommentare machen den Vorfall nicht ungeschehen und werfen ein schlechtes Licht auf Francos Fans."
Es ist nicht das erste Mal, dass Colapintos Anhänger negativ auffallen. Bereits beim Grand Prix von Imola hatte der Argentinier im Training Yuki Tsunoda behindert. Die wütende Reaktion des Japaners löste damals eine Welle aggressiver, teils sogar rassistischer Kommentare im Netz aus.
Colapinto selbst hatte daraufhin zur Mäßigung aufgerufen: "Ich weiß, dass meine Fans sehr leidenschaftlich sind. Aber sie müssen Respekt zeigen das ist es, was wir alle wollen." Auch sein Manager Jamie Campbell-Walter fand deutliche Worte: "Diejenigen, die glauben, Franco damit zu helfen, schaden ihm am Ende mehr, als sie ihm nützen."