Paul Schauer (Bild) steht für die Nachfolge des ÖOC-Präsidenten nicht zur Verfügung. Warum der Boss des Schwimmverbandes keinesfalls Leo Wallner ersetzen will, verriet der 62-Jährige im Heute-Gespräch. Weiter macht sich Schauer für eine Reform stark, bei der mehr Professionalität im Vordergrund steht.
Dass er Nachfolger von ÖOC-Präsident Leo Wallner werden könnte, weist Paul Schauer entschieden von sich. Und erklärt, warum er überhaupt keine Ambitionen hat: Ich bin im Schwimmverband so glücklich, ein weiteres Engagement wäre unvereinbar. Außerdem braucht das ÖOC einen jüngeren Präsidenten, der zwei bis drei Perioden bleiben kann, meint Schauer, der auch gleich den optimalen Kandidaten parat hat: Karl Stoss ist perfekt, und zwar nicht nur, weil der Sport in Österreich von den Glücksspielabgaben lebt! Er selbst sei zu wenig diplomatisch, was ihm aber im Aufsichtsrat zugute komme: Da ist es ganz gut, wenn man in einem Alter ist, wo man es sich leisten kann, goschert zu sein, glaubt der grade Michl des Sports, der auch gerne im gestalterischen Bereich mitarbeiten würde. Die richtige Struktur, getragen von Professionalität, ein gutes Kontrollsystem und Weisungsgebundenheit sind jetzt wesentlich. Wir müssen uns von diesen alten Strukturen befreien, plädiert Schauer für eine umfassende Reform.
Ob diese einen ähnlichen Skandal verhindern könnte? Wo Menschen arbeiten, kann immer etwas falsch laufen, aber das Risiko ist kleiner!Martina Bauer