Dass Musiker Paul Pizzera offen über seine Vergangenheit spricht, ist keine Selbstverständlichkeit. Mehrfach hat der Musiker bereits von der schwierigen Beziehung zu seinem Vater erzählt und dabei auch über "psychische und physische Gewalt" gesprochen, der er als Kind nach eigenen Worten ausgesetzt war.
Der 37-Jährige weiß daher aus eigener Erfahrung, wie tief die Wunden der eigenen Kindheit sitzen können. Jetzt richtet der Musiker gemeinsam mit "AUT of ORDA"-Bandkollegen Daniel Fellner einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit – und bittet darum, bei Gewalt an Kindern nicht wegzusehen.
Der neue Song "AUT of ORDA"-Song "Papa" handelt von häuslicher Gewalt an Kindern und ist zum Teil von Pizzeras eigenen Erfahrungen geprägt. Zum Release der Nummer richteten die Musiker deshalb eine eindringliche Botschaft an ihre Fans. Mit "Papa" wollen die beiden vor allem jenen eine Stimme geben, "die am schützenswertesten sind – die Kinder, die sich nicht wehren können," so Pizzera.
Dabei beginnt Gewalt oft früher, als man denkt. "Das kann verbal anfangen und im schlimmsten Fall wird’s dann auch noch physisch", warnt der Musiker. Der Appell der beiden ist deshalb klar: "Schaut's auf euch, schaut's hin, und meldet’s euch, wenn ihr irgendwo was seht, was einfach nicht okay ist."
Zusätzlich machen AUT of ORDA deutlich, welche Folgen Gewalt für junge Menschen haben kann: "Häusliche Gewalt an Kindern darf weder verharmlost noch verschwiegen werden – ihre Wunden sind oft unsichtbar, ihre Folgen nicht selten lebenslang."
Mit ihrem neuen Song wollen Pizzera und Fellner deshalb nicht einfach musikalisch unterhalten oder zum Nachdenken anregen. Sie wollen zum Hinschauen bewegen. Oder, wie sie selbst sagen: "Seid's nicht still."