Medaille klar verpasst

"Scheiße, ey!" Deutscher Ärger über das Sturz-Drama

Deutschland ist im Team-Sprint der Nordischen Kombination bei Olympia 2026 leer ausgegangen. Gleich zwei Stürze kosteten Edelmetall.
Sport Heute
19.02.2026, 19:47
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Die favorisierten Norweger setzten sich nach je einem Sprung und zwei Mal 7,5 Kilometer auf der Langlaufloipe hauchdünn vor Finnland (+0,5 Sekunden) durch. Österreichs Duo Stefan Rettenegger und Johannes Lamparter belegte Bronze. Ein Rettenegger-Sturz bei starkem Schneefall und patzigen Bedingungen auf der Loipe kostete die Chance, ein Wörtchen um Gold mitzureden. Die Österreicher waren mit der Aufholjagd von Platz fünf nach dem Springen aber durchaus zufrieden.

Im Gegensatz zu unseren deutschen Nachbarn. Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek gingen sogar als Halbzeit-Führende in den Langlaufbewerb, am Ende stand ein ernüchternder fünfter Platz 1:06 Minuten hinter Norwegen. Geiger stürzte gleich zweimal. Das kostete Edelmetall. "Ich habe nicht viel gesehen, meine Brille war zu. Dann bin ich in ein Loch reingefahren. Wenig später lag ich schon wieder", schüttelte Geiger den Kopf. "Scheiße, ey", hatte er zuvor beim Überqueren der Ziellinie gebrüllt.

Geiger war im Schneetreiben von Lago di Tesero gleich zweimal zu Boden gegangen. Er hatte zuerst nach links geschaut, auf dem Schnee das Gleichgewicht verloren, er ging zu Boden. Mit ihm auch der Japaner Ryota Yamamoto, der in Geiger gerauscht war. Danach stürzte der Deutsche erneut.

Deutsche bleiben ohne Medaille

"Ich bin noch nie gestürzt. Das tut mir richtig leid. Wir haben so hart gearbeitet – und dann so ein blöder Fehler", rang Geiger um Worte. "Ich habe das Raunen im Publikum gehört und gedacht: Nein, bitte nicht. Aber doch. Aber das kann passieren. Man gewinnt und man verliert zusammen", erklärte Rydzek dann. Er wartete da bereits auf die nächste Übergabe.

Für Deutschland endete so zumindest eine lange Erfolgsserie. Unsere Nachbarn blieben erstmals seit 1998 ohne eine einzige Olympia-Medaille. Während der Norweger Jens Luras Oftebro dreimal Gold holte und auch Österreichs Lamparter drei Medaillen ergatterte.

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