Im Team-Sprint, bestehend aus je einem Sprung und zwei Mal 7,5 Kilometer, wobei sich die Kombinierer alle 1,5 Kilometer abwechselten, belegten Johannes Lamparter und Stefan Rettenegger hinter den bärenstarken Norwegern (Andreas Skoglund und Jens Luras Oftebro) und Finnland (Eero Hirvonen und Ilkka Herola) die Bronzemedaille. Österreichs Duo hatte von Rang fünf nach dem Springen die Aufholjagd gestartet, im Ziel aber 22,5 Sekunden Rückstand gehabt. Oftebro setzte sich im Zielsprint um 0,5 Sekunden vor den Finnen durch.
Bis zu Retteneggers letzter Runde mischte Österreich sogar um die Goldmedaille mit, war Teil einer Spitzengruppe. Die Abstände waren eng. Dann unterlief Rettenegger ein Hoppala, das Österreich das Edelmetall kostete. Bei dichtem Schneefall und auf der immer patziger werdenden Langlaufloipe riss es Rettenegger zu Boden. Er rappelte sich schnell wieder auf und machte weiter, aber der Rückstand war für den Doppel-Silbernen Lamparter zu groß.
"Es klingt sehr, sehr cool, wenn man sagen darf, dass man eine Medaille hat. Es war heute ein wahres Stück Arbeit", strahlte Rettenegger nach dem Zieleinlauf bis über beide Ohren, es ist schließlich sein erstes Olympia-Edelmetall. Er habe sich in der Loipe prächtig gefühlt "Ich war unsterblich, habe gar nichts gespürt. Selbst, als ich zu Norwegen aufgeschlossen habe", erzählte der Kombinierer-Star voller Stolz.
Der Sturz schmerze dann. "Als es mich da überschlagen hat, hatte ich ein Tief. Aber ich bin froh, dass ich da ruhig geblieben bin, bin meinen Schritt weiter gelaufen", so Rettenegger. "Bei so einem Sturz zieht es einem echt den Stecker. Aber ich habe gelernt aus der Vergangenheit, habe mir die Sekunde Zeit gegeben, dass ich wieder in den Rhythmus reinkomme, nicht überhaste", so der 24-Jährige.
Lamparter blies in der letzten Runde noch zum Angriff, konnte aber nichts mehr ausrichten. "Es war nicht so angerichtet, wie man es sich erhofft, auch mit den Bedingungen. Aber wir haben gefightet. Und aus drei Bewerben drei Medaillen mit nach Hause zu nehmen, das ist ein Kindheitstraum, der da wahr wird", lachte auch Lamparter.
Seinem Teamkollegen Rettenegger machte der Doppel-Silberne aus den beiden Einzelbewerben keinen Vorwurf. "Wir hatten zum Glück ein bisschen Vorsprung. Natürlich ist es ärgerlich, weil die ersten zwei Plätze dann weg waren, aber ich habe in der letzten Runde dann geschaut, dass man Bronze rettet", so Lamparter. "Es hat gut gepasst", ergänzte er.