Sport

Schiri-Boss droht: "Noch ein Fehler, und es kracht!"

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:05

Alarmstufe Rot in der Schiedsrichter-Zentrale! Nach dem neuerlichen Fehler bei Austria gegen Sturm platzt Schiri-Boss Johann Hantschk der Kragen. Er droht den Schiedsrichtern mit dem Nachsitzen. Der Stellvertreter der Schiedsrichterkommission kann sich auch die Einführung des Videobeweises vorstellen.

"Wenn so etwas noch einmal passiert, dann sind's am Teppich, die Haberer", wütet Hantschk. Der Schiri-Boss hat nach dem Aussetzer von Drabek-Assistent Bernhard Zauner im Horr-Stadion die Nase voll.

Heute hat der Stellvertreter der Schiedsrichterkommission einen schriftlichen Appell an alle Schiedsrichter und Assistenten gerichtet und sie aufgefordert, jetzt noch wachsamer zu sein. Wenn es wieder Probleme gibt, droht Hantschk wie ein Lehrer mit dem Nachsitzen.

"Es darf kein Fehler mehr passieren"

"Ich warte noch die nächsten zwei Runden ab. Es darf uns kein Fehler mehr passieren! Wenn doch, dann gibt's nächste Woche ein Sonderseminar. Schiedsrichter dürfen die Meisterschaft nicht entscheiden. Das sollen die Vereine tun", so Hantschk.

Auch ihm sind die vielen Fehler in der Frühjahrs-Runde aufgefallen. Vor allem die Assistenten hätten sich schon zu viel geleistet.

"Ihr seid's immer noch Assistenten!"

"Wir haben sie bereits aufgefordert: 'Burschen, net übertreiben! Ihr seid's immer noch Assistenten.' Und ein Assistent darf sich nur dann ins Spielgeschehen einmischen, wenn er sich zu 100 Prozent sicher ist", sagt Hantschk.

Den Fehler von Bernhard Zauner im Horr-Stadion bezeichnet Hantschk als Blackout. "Anders kann ich es mir nicht erklären. Zauner ist ein erfahrener FIFA-Schiedsrichter. Aber diese Entscheidung ist durch nichts zu entschuldigen. Das sieht ein Einäugiger mit Augenklappe!"

"Fair Play gibt es nicht"

Schiedsrichter Drabek macht er keinen Vorwurf. "Er hat in diesem Fall andere Aufgaben, muss das Geschehen im Strafraum im Auge behalten. Beim Abseits muss er sich voll und ganz auf seinen Assistenten verlassen."

Hätte Roland Linz zu Drabek gehen sollen und reumütig beichten? "Dieser Fairplay-Gedanke ist sehr schön, im Profisport gibt es ihn aber nicht. Linz würde von der Austria gelyncht, würde er das tatsächlich tun. In diesem Spiel ging es nicht nur um Punkte, sondern auch um viel Geld."

Zwangspause für Zauner

Zauner bekommt jetzt von der Schiedsrichter-Kommission eine Nachdenkpause, wird ein paar Wochen nicht mehr in der Bundesliga zum Einsatz kommen. "Das tut mir persönlich sehr weh. Zauner hört im Sommer auf. So hat er sich seinen Abgang sicher nicht vorgestellt."

"Das passiert ja auch zum persönlichen Schutz. Die Vereine und Fans sind zurecht aufgebracht. Da kannst du ihn nicht schon nach ein paar Tagen wieder ins Stadion schicken."

Hantschk für Videobeweis

Doch wie können solch eklatante Fehler in Zukunft verhindert werden? Hantschk bringt den Videobeweis ins Spiel. "Auch wenn das ein besonderer Fehler war. Hätte der Schiedsrichter die Möglichkeit, sich das gleich anzuschauen, würden wir heute nicht darüber diskutieren."

Nachsatz: "Es wäre schön. Aber die FIFA sagt Nein."

sportnet.at/red.

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