Der spanische Formel-1-Rennstall HRT sucht nach einem Käufer. Wird dieser in den kommenden Wochen nicht aufgetrieben, schließt der ewige Nachzügler seine Pforten.
Vor drei Jahren stieg HRT in der Formel 1 ein. Die Bilanz ist ernüchternd: 0 Punkte. Interessanter ist der Rennstall aus österreichischer Sicht. Christian Klien bestritt 2010 für die Spanier drei Rennen - es waren die letzten Kilometer eines Österreichers in der Königsklasse.
Seither ist bei HRT nicht viel geschehen. Mit Müh und Not stellte man gerade noch das Auto für diese Saison fertig. Ohne einen einzigen Testkilometer ging es nach Australien, wo ein Bolide erst zusammengebaut wurde. Beide Piloten scheiterten in der Qualifikation.
Eigentümerwechsel brachte Chaos
Viel hatten sich die Spanier durch einen Eigentümerwechsel im Winter erhofft. Doch dieser brachte nur noch mehr Chaos, da eine neue Infrastruktur aufgebaut werden musste. Doch auch der neue Investor verlor schnell die Lust am schlechtesten Team der Königsklasse, jetzt steht HRT zum Verkauf - offiziell wegen des "veränderten wirtschaftlichen Klimas".
Finanziell ist HRT am Ende. 32 Mitarbeiter wurden entlassen. Die Designabteilung wurde geschlossen, somit ist niemand mit dem Bau des neuen Autos beschäftigt. Sollte sich nicht schnell ein Käufer finden, dürften im Dezember die Lichter für immer ausgehen.