Schlimme Vorwürfe gegen Ski-Legende Toni Sailer

Ein aktueller Bericht des deutschen "Spiegel" erschüttert den heimischen Ski-Sport ein weiteres Mal. Es geht um Nationalhelden Toni Sailer.

Monatelang wurde es ruhig um die heimischen Ski-Ikonen. Rechtzeitig vor dem Weltcupstart in Sölden sorgte das deutsche Magazin "Spiegel" nun für das nächste Beben in Österreichs Nationalsport.

In einem Bericht der aktuellen Ausgabe werden schwere Anschuldigungen gegen eine der größten Sport-Legenden erhoben: Toni Sailer. Er war dreifacher Olympiasieger, hatte später große Filmrollen und war als Trainer des ÖSV aktiv. Sein Todestag jährt sich kommendes Jahr zum zehnten Mal. Er erlag 2009 seinem Krebs-Leiden.

Vorwurf der Vergewaltigung

Eine Frau, die anonym bleiben will, wird vom "Spiegel" zitiert, Sailer habe sie als 14-Jährige vergewaltigt. Sie sei dazu bereit, diese Aussage auch bei der Staatsanwaltschaft zu hinterlegen.

Am 26. Jänner 1975 habe er sie in ein Hotelzimmer gelockt: "Dort schubste er mich aufs Bett und versuchte, in mich einzudringen – anfangs ohne Erfolg."

Dann habe er sie im Zimmer eingesperrt, sei nach einer Mahlzeit zurückgekehrt und habe sie vergewaltigt.

Als wäre all das noch nicht schlimm genug, soll auch der damalige ÖSV-Trainer Charly Kahr vom Vorfall gewusst haben und geholfen haben, die mutmaßliche Tat zu vertuschen. Er sei ins Zimmer gekommen, habe Name und Adresse aufgenommen und sie anschließend fort geschickt.

Kahr steht nicht zum ersten Mal einschlägig im Fokus der deutschen Medien. Kommende Woche wird am Wiener Landesgericht eine Klage gegen die "Süddeutsche Zeitung" behandelt, die über Missbrauchsvorwürfe gegen Kahr berichtet hatte.

+++ Hier geht es zum langen Bericht des Spiegels, der nur mit Spiegel+ Abo zugänglich ist +++ (Heute Sport)

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