Coronavirus

Schlimmster Corona-Tag – das ist die Lage in Österreich

Die Corona-Zahlen schnellen in die Höhe. Mittlerweile haben sich schon mehr als eine halbe Million Menschen in Österreich mit dem Virus infiziert.
Roman Palman
17.03.2021, 19:04

Der Mittwoch wurde zum bisher schlimmsten Corona-Tag des bisherigen Jahres. In nur 24 Stunden wurden 3.239 positive Tests eingemeldet, genau ein Drittel davon in Wien. In der Bundeshauptstadt hatte es zuletzt am 24. November einen vierstelligen Wert bei den Neuinfektionen gegeben.

Wie die APA meldet, ist die Zahl jener Corona-Patienten, die in Spitälern aufgenommen werden mussten, mittlerweile ebenso besorgniserregend. Alleine auf den Intensivstationen müssen derzeit 400 Covid-19-Patienten mit schwersten Krankheitsverläufen behandelt werden.

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An nur einem Tag kamen hier 17 weitere Betroffene hinzu, innerhalb der vergangenen Woche waren es 85. Das ist ein Plus von 27 Prozent. Die meisten Intensivpatienten gibt es demnach in Wien (144) und Niederösterreich (89). 

Bald 9.000 Tote

Auch auf den Normalstationen stieg die Bettenauslastung in den letzten sieben Tagen um 15,3 Prozent. Aktuell benötigen 1.851 Patienten hier medizinische Betreuung.

Noch diese Woche könnten die Todeszahlen der Infizierten auf über 9.000 ansteigen. Am heutigen Mittwoch wurden neuerlich 30 Todesfälle gemeldet, insgesamt sind schon 8.956 Corona-Patienten verstorben. Mittlerweile sterben laut APA pro 100.000 Einwohner 100,6 Menschen in Österreich im Zusammenhang mit Sars-CoV2.

Halbe Million Infizierte

Seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr haben sich in Summe schon mehr als ein halbe Million Österreicher angesteckt, exakt 501.224 positive Tests wurden bis heute von den Behörden registriert. Das sind in etwa 5,646 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Der Großteil konnte wieder genesen, derzeit sind aber immer noch 28.554 Menschen aktiv erkrankt – Tendenz steigend. Die Ansteckungszahlen liegen derzeit wieder über jenen der Neugenesenen.

Herdenimmunität möglich

Bisher wurden 1.079.144 Personen geimpft. Rechnet man zu diesen noch die früher Infizierten, die bereits eigene Antikörper haben, hinzu, zeigt sich, dass mittlerweile um die 17,8 Prozent, also weniger als ein Fünftel der Österreicher gegen das Coronavirus immunisiert worden sind. 

Forscher aus NÖ hatten bei ihrer Antikörper-Studie in Weißenkirchen in der Wachau aber eine enorme Dunkelziffer festgestellt. Es sei davon auszugehen," dass die ansteckungsbedingte Durchseuchungsrate und die Impfrate gemeinsam zu einer Herdenimmunität führen werden", erklärte im Rahmen der Ergebnispräsentation DPU-Professor Dennis Ladage – "Heute" berichtete

Knapp ein Viertel der Bevölkerung könnte demnach schon immun gegen das Virus sein. "Vermutlich liegen wir in Österreich jenseits von 25 Prozent", schätzte Ladage.