Zellennachbarn beliefert

Schmuggel aufgedeckt – Häftling erhält Fenster-Verbot

Am Sonntag beobachtete ein Leser vor einem Wiener Gefängnis einen illegalen Transfer per Seilzug. Nach "Heute"-Bericht reagierte die Justizanstalt.
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01.06.2026, 20:38
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Ein "Heute"-Leser spazierte am Sonntag gegen 18.30 Uhr am Gefängnis in Kaiserebersdorf in Wien-Simmering vorbei und traute seinen Augen nicht: Ein langer Stoffstrang hing von dem Fenster einer Zelle der Justizanstalt hinunter.

Das improvisierte Seil wurde von dem Zellenisassen hin und her bewegt, bis es zum vergitterten Fenster ein Stockwerk darunter gelangte und dort von einem anderen Häftling samt angebundener Fracht hineingezogen werden konnte. Die illegale Aktion hat nun Konsequenzen.

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Leser-Video entlarvt Häfen-Schmuggel

Wie in einem Leserreporter-Video zu sehen ist, versuchte ein Gefangener, mit einem Stoffstrang einen Gegenstand an einen anderen Insassen zu überbringen. Gegenüber "Heute" zeigt sich der Leser erstaunt über den Transfer.

So werden offenbar im Gefängnis Gegenstände ausgetauscht. Was es in diesem Fall war, ist unklar. Es soll aber eine gängige Technik sein, um Illegales von Zelle zu Zelle zu schicken.

Laut dem Leser und Anrainer nicht der einzige Missstand vor Ort: "Täglich hört man, wie Insassen miteinander über das Fenster sprechen, Arabisch singen, laute Musik hören und Sachen aus dem Fenster hängend verbotenerweise miteinander teilen."

Auf Anfrage von "Heute" bestätigt das Justizministerium den Vorfall in Wien-Simmering. Wie ein Sprecher erklärt, wurde ein feinmaschiges Schutzgitter beschädigt, das verhindern soll, dass Gegenstände illegal in die Zellen gelangen.

Fensterverbot für Schmuggel-Insassen

"Der Vorfall wurde von Bediensteten der Justizanstalt wahrgenommen und die erforderlichen Schritte umgehend ergriffen. Als unmittelbare Maßnahmen wurde eine Fenstersperre verhängt und ein Ordnungsstrafverfahren eingeleitet", so der Sprecher.

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Um Sicherheit und Ordnung in den Gefängnissen zu gewährleisten, werden laut Ministerium in allen Justizanstalten regelmäßig umfassende Kontrollen durchgeführt. Dazu zählen tägliche Haftraumkontrollen, Betriebs- und Raumdurchsuchungen sowie Personenkontrollen im Rahmen des Strafvollzugsgesetzes.

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