Wahrscheinlichkeit steigt

Schnee am Heiligen Abend – Karte zeigt, wo es weiß wird

Weiße Weihnachten sind in tieferen Lagen äußerst selten geworden. Heuer könnte es in Österreich aber doch noch etwas Schnee geben.
Newsdesk Heute
20.12.2025, 13:45
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Der Dezember ist in Österreich bislang vor allem eines: grau. Linz hat etwa im gesamten Monat erst eine einzige Stunde Sonnenschein abbekommen, im Rest des Landes schaut es nicht viel anders aus. Grund dafür ist, dass sich Österreich derzeit unter ruhigem Hochdruckeinfluss befindet, während in den Niederungen feuchtkühle Luft für nebelig-trübes Wetter sorgt. Nur im Bergland zeigt sich verbreitet Sonnenschein.

Bis zum 23. Dezember ändert sich daran wenig, doch ausgerechnet zum Heiligen Abend stellt sich ein Wetterumschwung ein. Aus Nordosten dringt allmählich kühlere Luft nach Österreich, gleichzeitig versorgt uns ein Mittelmeertief mit feuchter Luft. Damit fällt am 24. Dezember vor allem im Süden und Osten zeitweise etwas Regen und Schnee, wobei die Schneefallgrenze von anfangs 500 gegen 300 Meter und schließlich auch in tiefere Lagen absinkt, so die UBIMET-Wetterexperten.

Wahrscheinlichkeit steigt

Ähnlich klingt das im neuen Update der ORF-Wetterredaktion. Meteorologe Manuel Oberhuber schreibt auf Twitter, dass in manchen Gebieten die Schneewahrscheinlichkeit steigt. "Der eine oder andere Zentimeter für höhere Lagen im Süden & Osten ist plausibel, wenn auch noch nicht fix."

Spannend wird es in den zwei größten Städten des Landes, Graz und Wien. Anfangs regnet es hier am 24. Dezember noch, im Laufe des Heiligen Abends strömt aber kältere Luft ein und die Wahrscheinlichkeit für Schnee steigt.

So wahrscheinlich sind Weiße Weihnachten

In den Alpen liegt die Wahrscheinlichkeit ab einer Höhe von etwa 1200 m über 90 Prozent. In höheren Tallagen um 800 m liegt die Wahrscheinlichkeit immerhin noch bei 70 Prozent, in den größeren Tallagen um 600 m dann nur noch bei 40 Prozent. In den Niederungen treten weiße Weihnachten nur noch selten auf, im 30-jährigen Mittel liegt die Wahrscheinlichkeit etwa in Wien nur noch bei 20 Prozent und der Trend geht weiter abwärts. Am längsten ohne Schnee zu Weihnachten auskommen muss man in St. Pölten, wo zuletzt im Jahre 2007 am 24. Dezember Schnee lag.

Die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten nimmt im Zuge der globalen Erwärmung immer weiter ab: Im östlichen Flachland in Österreich ist sie von etwa 60 Prozent in den 50er- und 60er-Jahren auf mittlerweile 20 Prozent gesunken. Schnee bleibt zwar Teil unseres Klimas (mehr dazu hier), er schmilzt aber tendenziell schneller, weshalb er auch zum richtigen Zeitpunkt fallen müsste (also nicht zu früh, sondern unmittelbar vor oder zu Weihnachten).

Viel Schnee im Jahr 1969

Besonders in den 60er-Jahren lag zu Weihnachten häufig Schnee, in Klagenfurt war es damals sogar jedes Jahr weiß. Die Rekorde aus dem Jahr 1969 im Norden und Osten haben bis heute Bestand: Damals gab es in Wien 30 cm, in Eisenstadt 39 cm und in St. Pölten sogar 50 cm der weißen Pracht. Letztmals Schnee in allen Landeshauptstädten zu Weihnachten gab es hingegen im Jahr 1996. Bei den Temperaturen liegen die Kälterekorde schon weit zurück, während 2013 bzw. in Eisenstadt auch 2023 neue Wärmerekorde aufgestellt wurden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 20.12.2025, 15:05, 20.12.2025, 13:45
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