Es sieht eindrucksvoll aus, ist aber alles andere als ungefährlich: Nachdem es in Österreich seit Wochen immer wieder schneit, sieht man auf Parkplätzen und anderen Freiflächen immer wieder "Drifter". Sie jagen ihre Autos über den Asphalt und gefährden so sich selbst, andere und die Umwelt.
Wer beim Driften erwischt wird, muss mit teils hohen Strafen rechnen, wie auch ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried weiß. "Auf Parkplätzen gilt etwa die Straßenverkehrsordnung, da hat man nicht nur mit Besitzstörungsklagen, sondern auch mit Verstößen gegen das Kraftfahrgesetz zu rechnen", erklärt der Experte.
Je nachdem, auf welcher Fläche gedriftet wurde und welche Folgen das Manöver hatte, kann die Höhe der Strafen variieren. "Üblich sind zwischen 200 und 400 Euro", heißt es. Das konkrete Strafmaß hängt dabei vom verursachten Schaden ab: Wurden Personen verletzt oder kam es zu erheblichen Sachschäden, fällt die Strafe deutlich höher aus. Geht es hingegen lediglich um eine Besitzstörung ohne weitere Folgen, ist mit einem geringeren Strafausmaß zu rechnen.
Obwohl es derzeit vermehrt Berichte und Videos von im Schnee driftenden Autos gibt, liegen dem ÖAMTC derzeit keine konkreten Zahlen über Vorfälle vor. Man könne sich jedoch vorstellen, dass "der Schnee verlockend ist, um auszuprobieren, was das Auto alles kann". Dennoch gilt: Wer erwischt wird, muss zahlen – denn seit Jahren ist Driften (auch im Schnee) streng verboten.