Schon vor zwei Wochen berichtete das Newsportal "5min" von einem 53 Jahre alten Bankberater aus Villach, welcher wegen offenbar verschwundener Kundengelder festgenommen worden war. Erst jetzt äußert sich erstmals die betroffene Volksbank Kärnten zum millionenschweren Betrugsfall.
Dabei soll es sich um "kriminelle Handlungen im Zusammenhang mit Wertpapiergeschäften" gehandelt haben, stellt das Geldinstitut in einer Aussendung fest.
Der Fall kam im vergangenen Sommer ins Rollen, als ein Kunde feststellen musste, dass sein Wertpapierkonto leer war. "Wir haben sofort nach Auftauchen eines begründeten Verdachts auf mögliche Malversationen den mutmaßlich betroffenen Mitarbeiter fristlos entlassen und alle weiteren nötigen Schritte gesetzt", heißt es weiter. Da der Mann aber auch danach noch Kunden kontaktiert hatte, wurde er in U-Haft genommen – es gilt die Unschuldsvermutung.
"Wir sind uns der Tragweite des Vorfalls bewusst und haben daher selbst höchstes Interesse an einer lückenlosen Aufklärung. Diese wird sorgfältig im dafür nötigen Zeitrahmen durchgeführt. Derzeit haben wir noch keinen abschließenden Überblick über die Sachlage."
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des Betrugs und der Untreue. Laut "5min" sollen sich bereits mindestens 15 Geschädigte bei einem Anwalt gemeldet haben. Man gehe derzeit von einem Schaden im zweistelligen Millionenbereich aus.