Sabine Schöffmann feierte beim Heimrennen im Montafon ihren ersten Weltcup-Erfolg. Beim kurzfristig in Vorarlberg eingeschobenen Parallel-Slalom setzte sich die 22-jährige Kärntnerin gegen die deutsche Favoritin Amelie Kober durch. Bei den Herren musste sich Benjamin Karl mit dem vierten Rang begnügen.
Schöffmann war die letzte verbliebene ÖSV-Läuferin im Halbfinale, nachdem eine Runde zuvor die überlegene Quali-Siegerin Julia Dujmovits, Ina Meschik und Marion Kreiner auf der Strecke geblieben waren. Die Kärntnerin ließ ihrer deutschen Konkurrentin im Finallauf auf dem schnelleren roten Kurs keine Chance. Nach Kreiners Erfolg in Carrezza konnten die österreichischen Boarderinnen auch den z weiten Parallel-Slalom für sich entscheiden.
"Ich hab versucht, mich so lang wie möglich vom Rennen abzulenken. Ich war kurz vorher voll da und das hat anscheinend gut geklappt", strahlte Schöffmann im Ziel. "Ich hab mir versucht, in jedem Trainingslauf vorzustellen, dass es ein Rennen ist. Jetzt hoff ich, dass alles möglich ist, WM steht an", lachte die 22-Jährige im Ziel.
Karl als bester ÖSV-Boarder Vierter
Im Herren-Bewerb feierte der Italiener Roland Fischnaller seinen zweiten Saisonsieg in Folge. Nach dem Sieg in Carezza setzte sich der Routinier auch im Montafon-Finale gegen den Slowenen Zan Kosir durch. Benjamin Karl musste sich im kleinen Finale Fischnallers Landsmann Felicetti geschlagen geben. "Das Motto war heute: Lass die Sau raus, und das ist mir ganz gut gelungen. Daran kann man in Bad Gastein anknüpfen."
Nach der Absage der Snoboard-Cross-Bewerbe im Montafon wurde der Parallel-Slalom kurzfristig eingeschoben. Auch dank der Hilfe der österreichischen Cross-Boarder, die auf der Piste mitschaufelten, konnte das Rennen durchgeführt werden.
Ergebnis Parallel-Slalom der Damen:
1. Sabine Schöffmann (AUT)
2. Amelie Kober (GER)
3. Alena Sawarsina (RUS)
weiters (im Viertelfinale ausgeschieden)
5. Julia Dujmovits (AUT)
6. Marion Kreiner (AUT)
7. Ina Meschik (AUT)
13. Claudia Riegler (AUT)
Ergebnis Parallel-Slalom der Herren
1. Roland Fischnaller (ITA)
2. Zan Kosir (SLO)
3. Mirko Felicetti (ITA)
4. Benjamin Karl (AUT)
weiters (im Viertelfinale ausgeschieden)
6. Lukas Mathies (AUT)
8. (Andreas Prommegger (AUT)
10. Anton Unterkofler (AUT)
11. Sebastian Kislinger (AUT)