Schon im November drohen härtere Corona-Maßnahmen

Vor allem für ungeimpfte Personen könnte es schon bald ungemütlich werden. Symbolbild. 
Vor allem für ungeimpfte Personen könnte es schon bald ungemütlich werden. Symbolbild. ALEX HALADA / picturedesk.com
Die aktuelle Corona-Prognose geht von einem signifikanten Anstieg der 7-Tages-Inzidenz aus. Auch die Intensivbetten werden laut Experten wohl voller.

Das Coronavirus ist in Österreich wieder verstärkt auf dem Vormarsch. Mit rund 3.800 Fällen wurde am Samstag gar ein neuer Rekord erreicht. Wie "Heute" aus Regierungskreisen erfuhr, gehen die zuständigen Corona-Experten der Bundesregierung auch in den kommenden Tagen und Wochen von einem "signifikanten Anstieg" der Sieben-Tages-Inzidenz aus. 

Dieser wird dann auch zu einem "entsprechenden Anstieg des Belages auf Intensiv- und Normalstationen führen", heißt es in einem Arbeitspapier. Schon bald könnte es wieder eine Inzidenz von 120 bis 290 Fällen je 100.000 Einwohnern geben, heißt es. Die geringste Inzidenz wird im Burgenland, die höchste in Salzburg erwartet. Für den Anstieg werden insbesondere saisonale Effekte als maßgeblich erachtet.  

Systemgefährdung "nicht ausgeschlossen"

Der in nahezu allen Altersgruppen und Bundesländern beobachtete Anstieg der gemeldeten Neuinfektionen legt das Eintreten saisonaler Effekte nahe, welche die Virusausbreitung verstärken. Diese Einschätzung wird auch durch ähnliche Fallentwicklungen in den letzten Tagen in vielen anderen europäischen Ländern gestützt. Auffällig seien auch "Parallelitäten" zur Fallentwicklung zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. 

"Eine systemgefährdende Entwicklung bei Anhalten dieses Trends ist deshalb nicht ausgeschlossen", zeichnen die Experten auch eine potenziell düstere Corona-Prognose. 

Härtere Maßnahmen schon im November?

Bei der Kapazitätsvorschau gehen die Experten davon aus, dass der zuletzt beobachtete Anstieg des Fallgeschehens zeitversetzt zu einem entsprechenden Anstieg des Belages auf Intensiv- und Normalstationen führen wird, auch wenn in einzelnen Bundesländern aus bisher ungeklärten Gründen Rückgänge im ICU-Belag trotz steigender Fallzahlen beobachtet wurden. 

Damit steigt in einigen Bundesländern auch das Risiko, die Schwellenwerte für die hammerharten Corona-Stufen 4 (und in weiterer Folge 5) zu erreichen. Denn schon ab einer Auslastung von 25 Prozent der Intensivbetten, wird die 3G-Regel abgeschafft und eine 2G-Regel eingeführt. Zutritt zu diversen Settings wird dann nur noch Geimpften und Genesenen gewährt. 

Bereits Anfang November könnte dieser Schwellenwert in Niederösterreich mit einer Wahrscheinlichkeit von 20, in Salzburg und Vorarlberg mit 15 und in Wien mit einer Wahrscheinlichkeit von zehn Prozent erreicht werden. 

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