Schreiduell vor Gericht: Prozess gegen Kartnig vertagt

Kasperltheater vor Gericht: Der Prozess gegen Ex-Sturm-Graz-Präsident wurde auf 24. Oktober vertagt. Die Verteidung verlangte nach heftigen Schreiduellen, dass der Staatsanwalt ausgewechselt wird.

Eigentlich hätte das Urteil gegen den ehemaligen Sturm-Zampano - er ist wegen schweren Betrugs, betrügerischer Krida, grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen sowie Steuerhinterziehung angeklagt - bereits diese Woche fallen sollen. Doch der Prozess in Graz wurde Dienstagmittag vertagt.

Streit um 800.000 Euro
Mehrere Finanzbeamte waren als Zeugen geladen. Sie sollten belegen, dass Kartnig 800.000 Euro an Vereinsgeldern im Kasino verspielt hat - was sie nicht restlos konnten, da unklar war, ob bei der Berechnung alle Sparbücher und Kontoinhalte Kartnigs berücksichtigt wurden.

Es kam zu ersten emotionalen Ausbrüchen: "Sie patzen mich die ganze Zeit an, sie verbreiten Schmutz über mich. Es ist eine Frechheit, was sie sich erlauben", sagte der 59-Jährige.

Schreiduelle vor dem Richter
Als es im weiteren Prozessverlauf um Spieler-Transfers ging, eskalierte die Situation. Es kam zu Schreiduellen im Saal, an denen auch Staatsanwalt Johannes Winklhofer beteiligt war. Der Richter griff nicht ein. Als dann ein Gutachter aussagen sollte, stellten Kartnigs Anwälte den Antrag auf Ablehnung des Staatsanwalts, da dieser sich befangen verhalten habe.

Der Prozess wurde auf 24. Oktober vertagt, bis dahin muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob Winklhofer ausgetauscht wird.

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