Sport

Schriftliche Verhaltensregeln für Hamilton und Rosberg

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:41

"Jetzt ist klar, dass wir ein sehr schnelles Auto haben", freute sich Motorsportchef Toto Wolff über Platz eins und zwei im Qualifying beim Formel-1-Saisonstart in Australien. Die WM wird wieder zum Duell zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Damit diesmal die schmutzigen Tricks ausbleiben arbeitete Wolff einen Verhaltenskodex für den teaminternen Fight aus.

"Jetzt ist klar, dass wir ein sehr schnelles Auto haben", freute sich Motorsportchef Toto Wolff über Platz eins und zwei im . Damit diesmal die schmutzigen Tricks ausbleiben arbeitete Wolff einen Verhaltenskodex für den teaminternen Fight aus.

Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda bestätigte gegenüber "RTL", das sich die beiden "Silberpfeil"-Piloten nun schriftlichen Regeln unterliegen. Diese "Bibel", wie es der Wiener formulierte, "halte ich für einen guten Ansatz. Aber im Endeffekt löst das Papier gar nichts, denn wir müssen uns auf die beiden verlassen". Ähnliche Szenen wie in Spa-Francorchamps 2014, als Rosberg Hamilton mit dem Frontflügel den Hinterreifen aufschlitze, sollen in dieser Saison dadurch vermieden werden.

"Nico probiert natürlich, alles besser zu machen. Das heißt, er wird näher rücken, das ist klar. Aber inwieweit Lewis noch einen drauf setzen kann, weiß niemand. Das wird wieder ein Kampf bis zum letzten Rennen - davon bin ich überzeugt", glaubt Lauda.

Trotz des Respektabstandes von rund 1,4 Sekunden auf die Konkurrenz denkt der dreifache Weltmeister, dass es diesmal keine silberne Soloshow geben wird. "Eines kann man jetzt schon sagen: Nach dem ersten Rennen wird es einen Dritten geben, der um die WM mitkämpft. Es wird nicht so sein, wie im vergangenen Jahr. Und da müssen beide mit drauf achten, das Mercedes gewinnt und nicht der Dritte", warnte Lauda.

Rosberg sagt Hamilton den Kampf an

Zumindest in Australien scheint Mercedes aber im Kampf um den Sieg konkurrenzlos zu sein. Aufgrund des bewölkten Himmels wechselte die Streckentemperatur und zusätzlich änderte sich die Windrichtung mehrmals. Rosberg hatte mit diesen Bedingungen zu kämpfen und musste sich deshalb mit Platz zwei begnügen. "Das Feintuning hat nicht gestimmt, ich habe meine Runden nicht ganz hinbekommen", erklärte der Vizeweltmeister. Im Q3 verlor er einen seiner beiden Versuche, weil er von der Strecke abkam.

"Der Speed stimmt. Mit dem Auto zu fahren ist ein Vergnügen, ich bin guter Dinge. Von Platz zwei aus ist alles möglich und ich hoffe, es ist alles möglich. Die Temperaturen und die Reifen werden beim Überholen entscheiden." Rosberg sprach damit die späte Startzeit an. Obwohl das Rennen nach dem Bianchi-Unfall um eine Stunde nach vor verlegt worden ist, geht es auf dem malerischen und 5,303 km langen Straßenkurs im Albert Park erst um 16.00 Uhr Ortszeit (6 Uhr/MEZ) los. Da waren am Samstag die Temperaturen von 29 auf 19 Grad gefallen.

Weltmeister will Saison mit Sieg eröffnen

Hamilton will sich aber nach seiner bereits 39. Pole auch den 34. Grand-Prix-Sieg nicht nehmen lassen. "Das ist ganz klar das Ziel. Und Pole war der erste Schritt da hin", sagte der 30-jährige Brite, der am Samstag sowohl das Training als auch alle drei Qualifikationsabschnitte beherrscht hatte. Im Vorjahr war er in Melbourne nach Pole mit Motorschaden ausgeschieden. "Das soll diesmal anders sein", sagte der Brite, der wie sein Vorbild Ayrton Senna zum dritten Mal Weltmeister werden will.

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