Ein 14-jähriger Bub aus dem Elsass, der eine Lehrerin mit einem Messer attackiert hat, ist tot. Laut Ermittlern ist er an seinen selbst zugefügten Verletzungen gestorben. Der Bub hatte sich bei seiner Festnahme das Messer in den Hals gerammt.
Am vergangenen Mittwoch hat der 14-Jährige eine Musiklehrerin mit Messerstichen ins Gesicht verletzt. Der Vorfall hat in der Mittelschule im elsässischen Ort Benfeld Panik ausgelöst.
Später kam heraus, dass der Bub in einer Pflegefamilie misshandelt worden ist. Diese Familie wurde heuer verurteilt. Der Bub hatte eine Behinderung und ist in der Schule nicht zurechtgekommen.
Wegen seiner Faszination für Adolf Hitler und Waffen war er zeitweise von der Schule ausgeschlossen. Zuletzt hatte er wieder Symbole der Waffen-SS auf ein Heft gekritzelt. Deshalb stand ihm ein Disziplinarverfahren bevor – das wäre der erste Schritt zu einem Rauswurf gewesen.
In Frankreich hat es in den letzten Jahren immer wieder Messerangriffe durch Minderjährige gegeben. An manchen Schulen kontrolliert die Polizei in der Früh die Taschen der Schüler. Bei so einer Kontrolle hat im Juni ein 14-Jähriger eine Aufsichtsperson erstochen.