Fahndung nach Täter

Schüsse auf offener Straße! Mann (60) schwer verletzt

Erneut fallen Schüsse in Bremen – ein Mann wird schwer verletzt. Die Polizei spricht von einem versuchten Tötungsdelikt und fahndet nach dem Täter.
Newsdesk Heute
31.03.2026, 17:38
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Im Stadtteil Kattenturm von Bremen (D) wurde am Morgen gegen 8 Uhr ein 60-Jähriger angeschossen. Der Täter feuerte ihm in die Beine und flüchtete anschließend. Der Verletzte musste nach der Erstversorgung durch Einsatzkräfte in eine Klinik gebracht werden und wird dort operiert.

Polizisten leisteten vor Ort Erste Hilfe und stoppten die Blutung. Gleichzeitig wurde der Tatort am Arstendamm großräumig abgesperrt. Die Spurensicherung sicherte Beweise, auch ein Spürhund kam zum Einsatz.

Täter weiter auf der Flucht

Von dem Schützen fehlt bislang jede Spur. Die Fahndung läuft auf Hochtouren, auch mit Unterstützung aus Niedersachsen. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen eines versuchten Tötungsdelikts und bitten um Hinweise – diese können auch anonym über ein Online-Portal abgegeben werden.

Serie von Schüssen in Bremen

Der Vorfall ist kein Einzelfall: Bereits zum fünften Mal in diesem Monat kommt es in Bremen zu Schusswaffen-Gewalt. Die neu eingerichtete Sonderkommission "Fokus" prüft nun, ob die Taten miteinander zusammenhängen.

In den vergangenen Wochen kam es mehrfach zu schweren Vorfällen. Mehrere Männer wurden durch Schüsse verletzt, ein 32-Jähriger verlor sogar sein Leben. Erst am Wochenende war ein 25-Jähriger in der Neustadt durch mehrere Schüsse schwer verletzt worden.

Bereits Mitte März eskalierte ein Streit in einer Parallelstraße, bei dem ein Mann später im Krankenhaus starb. Anfang des Monats waren Einsatzkräfte sogar zu zwei Schusswaffen-Vorfällen innerhalb weniger Stunden gerufen worden – dabei wurden zwei Männer schwer verletzt.

Polizei verstärkt Maßnahmen

Nach der tödlichen Tat hat die Polizei ihre Präsenz deutlich erhöht. Gemeinsam mit Zoll und Ordnungsamt wurden Shisha-Bars, Kioske und andere mögliche Treffpunkte kontrolliert. Insgesamt überprüften die Behörden 59 Personen und stellten dabei auch potenzielle Waffen wie Baseballschläger und Hammer sicher.

Die Ermittlungen werden inzwischen gebündelt geführt, auch die Staatsanwaltschaft hat die Fälle in der Abteilung für organisierte Kriminalität zusammengelegt. Ziel ist es, die Hintergründe der Gewaltserie aufzuklären.

Polizeipräsident Dirk Fasse machte die Linie klar: "Was hier auf der Straße passiert, dass Leute offenbar ihre Konflikte mit Schusswaffen austragen, ist absolut inakzeptabel – wir werden die Täter konsequent und unnachgiebig ermitteln".

{title && {title} } red, {title && {title} } 31.03.2026, 17:38
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