Sport

Schüler bekommen für WM-Rennen schulfrei

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:05

Für rund 600 Schüler und Schülerinnen der Schladminger Volks- und Hauptschulen werden die alpinen Ski-Weltmeisterschaften (4. bis 17. Februar) eine ganz besondere Zeit: Sie dürfen - statt die Schulbank zu drücken - gratis zu jenen Rennen, die Montag bis Freitag stattfinden. Die drei Schulleiter und die Behörden einigten sich auf zehn schulfreie Tage während der WM. Dafür müssen die Buben und Mädchen während der Semesterferien vier Tage in die Schule, erklärte Stefan Scholz von der Ski-Hauptschule Schladming.

Sowohl die Volks- als auch die beiden Hauptschulen im WM-Ort müssen während der beiden Wettbewerbswochen wegen ihrer günstigen Lage als Infrastruktur für Behörden und Organisationen herhalten. Ein Unterricht sei daher nicht möglich, außerdem wären Busanfahrten wegen des wahrscheinlich hohen Verkehrsaufkommens schwer möglich, meinte Scholz. Die Schulgemeinschaft - bestehend aus Eltern und Lehrern - hätte daher zwei schulfreie Wochen beantragt.

Die Landesregierung gab dem Antrag statt, wobei den Schülern aber unterm Strich "nur" drei echte zusätzliche freie Tage bleiben. Drei Tage werden schulautonome Tage sein und vier Tage werden die Buben und Mädchen in der Woche nach der WM während der Semesterferien in der Schule verbringen. Die drei übrigen Tage werden über eine entsprechende Verordnung des Bezirkshauptmanns freigegeben. Doch auch diese Tage könnten während der Ferien in Form von Stunden noch eingearbeitet werden, sagte der Schulleiter.

Den Kindern steht es während der beiden Wochen frei, gewisse Rennen gratis zu besuchen - ein Kontingent von 600 Karten liege für die Schüler bereit, sagte Scholz. Die Nachfrage sei groß und er gehe davon aus, dass alle Schüler die Bewerbe eigenständig besuchen werden. Bei Volksschülern, die natürlich mit Begleitung zu den Rennen gehen müssen, gibt es zu jeder Schüler-Karte auch gratis Eintritt für einen Elternteil. Ein Teil der Buben und Mädchen aus der Ski-Hauptschule werden auch aktiv bei der WM teilnehmen. "Sie werden als Fahnenfahrer bei der Eröffnung dabei sein", zeigte sich Scholz stolz.

APA/red

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