"Hört wenig Gutes über ihn"

Schumacher schießt gegen Horner: "Mit Erfolg verändert"

Formel-1-Experte Ralf Schumacher rechnet im Podcast mit Christian Horner ab und warnt Aston Martin vor einer möglichen Verpflichtung.
Sport Heute
27.03.2026, 14:15
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ralf Schumacher rechnet im Sky-Podcast "Backstage Boxengasse" hart mit Christian Horner ins Gericht. Der ehemalige Red-Bull-Teamchef wird seit Wochen mit einem Comeback in der Formel 1 in Verbindung gebracht – unter anderem bei Aston Martin.

Dort läuft es aktuell alles andere als rund. Der Traditionsrennstall steckt tief in der Krise. Gleichzeitig gibt es personelle Unsicherheiten: Technik-Genie Adrian Newey, der ursprünglich auch eine Führungsrolle übernehmen sollte, dürfte sich nun doch wieder stärker auf die technische Arbeit konzentrieren. Damit könnte eine Schlüsselposition frei werden - und Horner ins Spiel kommen.

Für Schumacher wäre das allerdings ein Fehler. Der Deutsche stellt vor allem Horners Entwicklung infrage: "Da muss man ehrlich sein. Ich weiß, dass Christian Horner mich dafür jetzt nicht besonders mögen wird, aber Fakt ist eins: Christian Horner hat sicherlich unheimlich viel geleistet, hat unheimlich viel Erfolg gehabt, aber mit dem Erfolg hat er sich ein bisschen verändert."

"Im Fahrerlager hört man wenig Gutes über ihn"

Schumacher sieht vor allem Probleme auf zwischenmenschlicher Ebene: "Dabei ist eins passiert: Im Fahrerlager hört man wenig Gutes über ihn." Ein schlechtes Standing innerhalb der Szene könnte laut ihm direkte Auswirkungen auf die Zukunft eines Teams haben.

Gerade Aston Martin sei in der aktuellen Situation auf erfahrenes und hochqualifiziertes Personal angewiesen. Sollte Horner tatsächlich kommen, könnte das laut Schumacher zum Problem werden: Es könnte schwieriger werden, Top-Leute zu verpflichten. Stattdessen müsste man womöglich auf Nachwuchskräfte zurückgreifen, "die man irgendwo von Universitäten holt".

Comeback mit Newey?

Besonders brisant: Eine Verpflichtung Horners würde auch eine Wiedervereinigung mit Adrian Newey bedeuten. Beide arbeiteten jahrelang erfolgreich bei Red Bull zusammen, doch Neweys Abschied 2024 soll auch mit Horner zusammengehängt haben. Schumacher sieht deshalb wenig Chancen für ein harmonisches Miteinander: "Ich sage mal, vom Regen in die Traufe möchte Adrian sicherlich nicht."

Für Newey gehe es vielmehr darum, in Ruhe zu arbeiten und ein komplexes Projekt voranzutreiben. Interne Konflikte wären dabei fehl am Platz. Schumacher bringt es klar auf den Punkt: "Er möchte jetzt unkompliziert seinen Weg gehen und da ist ja eine Menge Arbeit. Für persönliche Probleme gibt es da gar keinen Platz."

Während Horner also kritisch gesehen wird, nennt Schumacher auch eine Alternative: Jonathan Wheatley. Der frühere Audi-Teamchef hatte seinen Posten überraschend nach kurzer Zeit wieder verlassen, gilt aber als bestens vernetzt und kennt Newey aus gemeinsamen Red-Bull-Jahren. Im Gegensatz zu Horner soll das Verhältnis unbelastet sein.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.03.2026, 14:15
Jetzt E-Paper lesen