Eiszeit im Skispringer-Lager: Simon Ammann, der Olympiasieger von der Normalschanze, springt mit einem neuartigen Bindungssystem, das ihm Vorteile verschaffen soll. ÖSV-Pressebetreuer Florian Kotlaba besitzt ein Beweisfoto. Der ÖSV forscht jetzt nach: Gibt es ein Patent? Chefcoach Alex Pointner: Das ist keine Lappalie.
Wir sind nicht verunsichert. Und ich will die Leistung von Simon in keinster Weise schmälern, stellt Pointner klar. Nur kommt uns dieses Patent, das er noch nicht sehr lange hat, bekannt vor. Wir haben auch in diese Richtung getestet. Das muss jetzt geprüft werden.
Schummelt Ammann? Hat der Schweizer unsere Adler kopiert? Das wäre verboten, weiß Pointner. Die Frage ist: Gibt es eine Zulassung? Entspricht es der internationalen Wettkampfordnung?
Gerhard Hofer - Ex-ÖSV-Servicemann mit dem Spitznamen Gatsch -, der jetzt Ammanns Ass für Skier und Wachs ist, soll bei der Entwicklung mitgeholfen haben. Wie er zurzeit springt, würde ich sagen, dass die Gerüchte stimmen, glaubt Wolfgang Loitzl. Der Zapfen bei seiner Bindung ist gebogen, dadurch reagiert sein Ski schneller.
Die aktuellen Trainingsweiten:
Ammann (134, 139, 139,5), Schlierenzauer (139, 139, 130,5), Malsyz (136,5, 131, 139,5), Morgenstern (137, 141,5), Loitzl (129,5, 127,5, 141,5), Kofler (131,5, 129, 142,5 gerodelt).