Blutiger Streit

Schuss in Millennium-City – nun redet Beteiligter (19)

Nachdem es am Sonntag in der Wiener Brigittenau zu einer Schlägerei kam, bei der auch ein Schuss gefallen ist, spricht jetzt einer der Beschuldigten.

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Schuss in Millennium-City – nun redet Beteiligter (19)
Islam (19) spricht nach der Einvernahme über den Vorfall.
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Es hätte ein entspannter Abend in der Millennium City für Islam (19) und einen Freund werden sollen, doch er endete in Handschellen auf dem kalten Asphalt. Wie "Heute" bereits berichtete, spielten sich am Sonntag in der Wiener Brigittenau wilde Szenen ab. Nach einer Schlägerei, bei der auch ein Messer im Spiel gewesen sein soll, fiel zumindest ein Schuss aus einer Schreckschusspistole.

Der Knall löste eine Panik unter den Besuchern aus – Menschen flüchteten aus dem Einkaufcenter und brachten sich in Sicherheit. "Die Leute rannten um ihr Leben, ließen alles stehen und liegen", erzählen Augenzeugen im "Heute"-Talk.

Die Polizei nahm mehrere Personen fest und ermittelt nun die näheren Hintergründe. Doch was war am besagten Abend in der Brigittenau passiert? Während sich die jungen Männer (19, 23) in den ersten Einvernahmen laut Polizei gegenseitig beschuldigten körperlich angegriffen zu haben, äußerte sich einer davon auf Tiktok zu dem Vorfall.

19-Jähriger äußert sich nach Festnahme

Es handelt sich um den 19-jährigen Islam. Er selbst ist russischer Staatsbürger und erzählt auf der Videoplattform, was aus seiner Sicht am Sonntagabend passiert ist. Der junge Mann habe in der Millennium City gehört, dass "Araber" einen 15-Jährigen Burschen suchen würden.

Also beschloss er dem Teenie zu helfen und soll die vermeintlichen Streithähne bei der U-Bahnstation Handelskai zur Rede gestellt haben. Doch im selben Augenblick habe einer aus der Gruppe ein Messer gezogen und ihn damit attackiert.

Beteiligter spricht nach Festnahme:

Danach eskalierte die Situation völlig, es kam zu einer Schlägerei mit mehreren Beteiligten. Auch Steine vom Bahngleis sollen dabei geflogen sein. Wenig später verlagerte sich die blutige Auseinandersetzung vor den Eingang der Shopping Mall.

Die Kontrahenten sollen laut Islam mit einem Schlagstock mit eingebautem Elektroschocker bewaffnet gewesen sein. Die Polizei konnte diesen beim späteren Einsatz allerdings nicht sicherstellen. Ein anderer Syrer habe ihn dann mit einem Pfefferspray attackiert, ehe ihn ein Freund aus der Gefahrensituation rettete. Als die schwer bewaffneten Beamten dann vor Ort eintrafen, habe man Islam am Boden fixiert und Handschellen angelegt.

Polizei ermittelt Hintergründe

Was am Sonntagabend vor der Millennium City tatsächlich passiert ist und was der Auslöser für den heftigen Streit zwischen den Männern war, muss letztlich die Polizei klären. Die Vernehmung mehrerer Zeugen und eines 28-jährigen Syrers, der im Spital behandelt werden musste, stehen noch aus.

"Über Anordnung der Wiener Staatsanwaltschaft wurde die vorläufige Festnahme des 19-Jährigen aufgehoben. Alle drei Männer werden aufgrund der gerichtlich strafbaren Handlungen auf freiem Fuß angezeigt", heißt es seitens der Wiener Polizei abschließend.

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