Ein 77-Jähriger aus Wien-Floridsdorf hat nach einem Schuss in der Silvesternacht erst einen Tag später die Rettung gerufen – obwohl er eine Schussverletzung am Bein erlitt. Als die Ärzte im Spital wegen der Art der Wunde Verdacht schöpften, wurde die Polizei eingeschaltet.
Laut den bisherigen Ermittlungen soll der Mann gegen 11:45 Uhr in seiner Wohnung mit einer Schusswaffe hantiert haben, als sich plötzlich ein Schuss löste. Dabei zog er sich einen Durchschuss am linken Bein zu. Die Verletzung versorgte der 77-Jährige demnach zunächst selbst notdürftig. Den Notruf wählte er erst am darauffolgenden Tag.
Gegenüber den eingetroffenen Rettungskräften gab er an, er sei durch einen Böller verletzt worden, während er auf der Straße vor seinem Wohnhaus das Feuerwerk beobachtet habe. Im Spital passte diese Darstellung jedoch nicht zur Verletzung: Die behandelnden Ärzte verständigten daraufhin die Polizei.
Beamte des Landeskriminalamts Wien übernahmen die Ermittlungen und durchsuchten in weiterer Folge die Wohnung des Mannes. Dabei wurden zwei nicht registrierte Schusswaffen gefunden und sichergestellt. Der 77-Jährige wurde nach den Bestimmungen des Waffengesetzes angezeigt.