Die Wiener Austria muss sich nach einer schwachen Darbietung mit einem 1:1 in Ried begnügen. Die Violetten gingen mit der erste nTorchance in der siebenten Minute durch Alexander Gorgon in Führung, konnte danach allerdings kaum Akzente setzen. In der Nachspielzeit drückte Toni Vastic einen Ball über die Linie und erzielte den verdienten Ausgleich, der allerdings glücklich entstand.
Ried und die Austria haben sich am Samstag zum Auftakt der 17. Runde der Fußball-Bundesliga 1:1 getrennt. Beide Teams setzten damit ihre leichten Aufwärtstrends fort. Die Wiener gingen durch Alexander Gorgon früh in Führung (7.), die im Finish vehement auf den Ausgleich drängenden Rieder wurden mit dem späten Ausgleich durch Toni Vastic belohnt (93.) und sind fünf Partien unbesiegt.
Zu diesem Zeitpunkt war die Austria nur noch mit zehn Mann auf dem Rasen, denn Thomas Salamon sah nach zwei Fouls Gelb-Rot (82.). Die Austria ist mittlerweile zwölf Partien gegen die Rieder unbesiegt, die bis dato letzte Niederlage gab es am 15. Oktober 2011.
Die jüngste Liga-Bilanz beider Teams konnte sich vor dem direkten Aufeinandertreffen durchaus sehen lassen. Ried drückte den Anfangsminuten den Stempel auf, den Führungstreffer erzielte jedoch vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller die Austria. Nach Lochpass von Alexander Grünwald vollendete Gorgon unaufgeregt ins kurze Eck zum 1:0 (7.).
Treffer konnte Austria nicht beflügeln
Der im Herbst mehr als zwei Monate verletzt gewesene Gorgon setzte damit seinen Erfolgslauf fort. Zuletzt hatte der Mittelfeldspieler beim 4:0-Heimsieg gegen die Admira gleich zweimal getroffen. Ansonsten sahen die 4.000 Zuschauer eine Partie mit wenigen Höhepunkten, die von zwei kompakt stehenden Defensivreihen geprägt war.
Nach rund einer halben Stunde wurden die Rieder etwas entschlossener, Chancen von Patrick Möschl (29.), Ex-Austrianer Thomas Murg (30., 39.) und Denis Streker (35.) blieben aber ungenützt. Kurz vor der Pause musste sich Austria-Tormann Heinz Lindner bei einem Schuss von Gernot Trauner ordentlich strecken (45.+1).
Später Ausgleich kostete den Sieg
Nach dem Seitenwechsel wurde es ruppiger, die Austrianer Grünwald, Salamon und Lukas Rotpuller sahen innerhalb von nur vier Minuten allesamt die Gelbe Karte. Die Austria hielt sich nun die Hausherren besser vom Leib, hatte mehr Ballbesitz und Kontrolle über die Partie. Die Hausherren fanden lange Zeit nicht mehr richtig ins Spiel und mussten sich langsam aber sicher mit der ersten Niederlage seit dem 2:4 in Salzburg am 18. Oktober anfreunden.
Doch im Finish wurde es noch einmal eng. Zunächst vergaben für Ried Streker per Kopf (79.) sowie Stefan Lainer (81.) und Toni Vastic (87.), die am glänzend parierenden Lindner scheiterten. Der im Endeffekt verdiente Ausgleich für die Rieder fiel in Minute 93, der eingewechselte Vastic drückte den Ball nach einem Strafraumgetümmel über die Linie. Damit ging die Serie an entscheidenden Rieder Joker-Treffern weiter, Coach Oliver Glasner bewies einmal mehr ein gutes Händchen.
Die Stimmen und die technischen Daten auf Seite 2:
Oliver Glasner (Ried-Trainer): "Über die 90 Minuten gesehen war der Ausgleich verdient. Wir sind vor der Pause nicht so in den gegnerischen Strafraum gekommen wie erhofft. Doch ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Jeder stellt sich in den Dienst des anderen und kämpft bis zur letzten Minute. Von daher sind unsere Last-Minute-Tore kein Zufall. Lainer war für mich heute der beste Mann auf dem Platz, er hat sich fußballerisch enorm weiterentwickelt. Sein Körper ist aus Stein gemeißelt, er ist ein Vorbild, vor allem für die anderen jungen Spieler."
Gerald Baumgartner (Austria-Trainer): "Es war ein interessantes Spiel, das intensiv, mit vielen Zweikämpfen und viel Stress geführt wurde. Insgesamt war es ein gerechtes Unentschieden. Wenn man so lange führt, darf man aber den Ausgleich in der Nachspielzeit nicht mehr kassieren. Wir müssen das Spiel über die Zeit bringen. Wir haben vor der Pause zu sehr mit Ried mitgefightet. Das ist nicht unser Spiel. In der zweiten Spielhälfte haben wir wieder Fußball gespielt. Die Gelb-Rote Karte war natürlich nicht optimal gelöst von Salamon."
tipico-Bundesliga - 17. Runde:
SV Ried - FK Austria Wien 1:1 (0:1).
Ried, Keine-Sorgen-Arena, 4.000, SR Eisner.
Torfolge: 0:1 ( 7.) Gorgon, 1:1 (93.) Vastic
Ried: Gebauer - Lainer, Janeczek, Trauner, Pichler, Kragl - Streker (85. Vastic) - Murg (74. Perstaller), Elsneg, Möschl (68. Fröschl) - Thomalla
Austria: Lindner - Koch, Sikov, Rotpuller, T. Salamon - Serbest (56. M. Leitgeb), Holland - Gorgon (67. Meilinger), A. Grünwald, Royer (84. Suttner) - Damari
Gelb-Rote Karte: T. Salamon (82.)
Gelbe Karten: Vastic bzw. A. Grünwald, Rotpuller, Damari
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