Admira Wacker Mödling ist in der Fußball-Bundesliga zum dritten Mal in Folge ungeschlagen geblieben. Die Südstädter holten am Samstag in einer schwachen Heimpartie gegen Grödig ein torloses Remis und gingen damit nach zwei Erfolgen hintereinander wieder einmal nicht als Sieger vom Feld. Die Admiraner hielten Rang vier, die zwei Punkte dahinter liegenden Grödiger fielen auf Platz sieben zurück.
Die nur 2.219 Zuschauer in der BSFZ Arena sahen eine durchaus ausgeglichene Partie mit wenig Höhepunkten. Dass der spielerische Glanz fehlte war aufgrund der jüngsten Auftritte der beiden Mannschaften nicht überraschend. Die erste Hälfte hatte mit Ausnahme von zwei Aktionen fast gar nichts zu bieten. Admira-Goalie Andreas Leitner musste sich bei einem Wallner-Schuss strecken, konnte aber sicher zur Ecke abwehren (23.).
Auf der anderen Seite musste Tormann Cican Stankovic bei einer Triple-Chance all sein Können aufbieten. Der im Sommer nach Salzburg wechselnde ÖFB-Nachwuchs-Goalie wehrte einen Lackner-Abschluss ab und war auch beim Nachschuss von Rene Schicker mit einer tollen Fußabwehr zur Stelle. Im dritten Versuch verfehlte ein abgefälschter Wessely-Schuss das Gehäuse (27.).
Grödig besser in zweite Halbzeit gestartet
Die zweite Hälfte begann - zumindest für die Gäste - vielversprechend. Nach Reyna-Flanke köpfelte der aufgerückte und am langen Eck gut postierte Grödig-Kapitän Ione Cabrera daneben (48.). Zudem schoss der erstmals für den SV spielende Nigerianer Sunday Emmanuel ins Außennetz (54.). In der Folge war chancenmäßig aber wieder Funkstille, die Partie flaute völlig ab, die zuletzt gegen die Austria (2:1) und Sturm Graz (2:0) siegreich gebliebenen Admiraner waren vorerst nicht in der Lage, gefährliche Aktionen herauszuspielen.
Die letzte Viertelstunde hatte aber doch noch etwas mehr zu bieten. Admiras Patrick Wessely schoss den Ball unnötig weg, sah dafür die Ampelkarte und schwächte seine Mannschaft, die trotzdem den Sieg am Fuß hatte. "Joker" Issiaka Ouedraogo kam nach einer missglückten Kopfballabwehr aus acht Metern völlig frei Volley zum Abschluss, setzte den Ball aber stümperhaft neben das Tor (81.). Auf der anderen Seite hielt Leitner den Punkt mit einer Parade bei einem Schuss von Timo Brauer (88.) sowie einem Versuch von Philipp Huspek (95.) fest.
Erstes Unentschieden in dem Spiel
Es blieb damit beim ersten Remis im fünften direkten Duell der beiden Teams nach drei Siegen für Grödig sowie einem für die Admira. Die Salzburger warten nach dem zweiten Remis in Folge nun schon vier Partien auf einen Sieg in der Liga, auswärts sind es gar schon sechs Partien seit dem 3:1 in Wiener Neustadt am 26. April.
Die Technischen Daten und Stimmen zum Spiel auf der nächsten Seite
Stimmen zum Spiel
Walter Knaller (Admira-Wacker-Mödling-Trainer): "Es war ein schmeichelhaftes Remis für uns. Läuferisch und kämpferisch waren wir sehr gut, spielerisch aber nicht. Wir haben Probleme im Spielaufbau, wenn Mannschaften entsprechend dagegenhalten. Grödig ist eine der spielstärksten Mannschaften der Liga, wobei mit Tomi und Nutz noch zwei kreative Spieler gefehlt haben. Wir haben voll dagegengehalten, dadurch haben wir die spielerische Unterlegenheit kompensiert. Positiv war das Ergebnis und die Geschlossenheit der Mannschaft."
Michael Baur (Grödig-Trainer): "Wir haben ganz gut ins Spiel reingefunden, vor der Pause dominiert. Wir wussten, dass die Admira Probleme im Spielaufbau hat, dass haben wir ausgenützt. Wir haben gut attackiert, in der zweiten Hälfte ist uns das nicht mehr so gut gelungen. In den letzten 15 Minuten haben wir es versäumt die numerische Überlegenheit besser auszunützen. Ich gratuliere Andreas Leitner zu seinen zwei Paraden. Wir hatten aber auch Glück bei der Chance von Ouedraogo."
Bundesliga (9. Runde):
FC Admira Wacker Mödling - SV Grödig 0:0.
Maria Enzersdorf, BSFZ Arena, 2.219, SR Kollegger.
Admira: Leitner - Zwierschitz, Windbichler, Schößwendter, Wessely - Lackner (50. Ouedraogo) - Bajrami, Thürauer (81. D. Toth), Auer, Domoraud - R. Schicker (63. Katzer)
Grödig: C. Stankovic - Martschinko, Cabrera, Karner (80. Goiginger), Strobl - Maak, Brauer - Huspek, Emmanuel (65. Schütz), Reyna - R. Wallner (65. Djuric)
Gelb-Rote Karte: Wessely (74./Unsportlichkeit)
Gelbe Karten: Zwierschitz, Bajrami bzw. Karner, Martschinko, Reyna, Maak, Djuric, Brauer