Tierischer Einsatz auf der U6: Das Funkwagen-Team "Friedrich 2" der Wiener Linien musste am Samstagfrüh ausrücken, weil sich ein Schwan direkt auf den Gleisen breitgemacht hatte. Ein U-Bahn-Fahrer bemerkte das Tier rechtzeitig und konnte den Zug abbremsen. Danach fuhr er im Schritttempo hinter dem Schwan her, bis dieser schließlich auf das andere Gleis auswich.
Vor Ort griffen Servicedienst-Mitarbeiterin Andrea M. sowie die beiden Funkwagen-Mitarbeiter Tamer A. und Andreas S. ein. Ausgerüstet mit Decke und Handschuhen machten sie sich daran, den gefiederten Störenfried einzufangen, berichten die Wiener Linien am Sonntag.
"Das war für mich ein neues Erlebnis, es war ganz schön aufregend. Das Einfangen war gar nicht so einfach. Wir sind mit einer Decke auf den Schwan zugegangen, aber er ist immer wieder davongelaufen. Nach 10 Minuten hat es dann aber geklappt", schildert der 35-jährige Tamer A. den besonderen Einsatz.
Nach der geglückten Rettung wurde der Schwan vor dem Stationsgebäude Neue Donau wieder in die Freiheit entlassen. Ganz ohne Anstrengung war das aber nicht.
"Mit der Zeit ist er auch ganz schön schwer geworden", so Tamer A., der das ca. 10 Kilo schwere Tier eingefangen hat.
Am Ende ging der Einsatz glimpflich aus – und die U6 konnte wieder ohne tierische Hindernisse rollen.