Öl kommt wieder runter

Schwarzer Regen nach Drohnenangriff in Moskau

Nach einem massiven ukrainischen Drohnenangriff auf eine Moskauer Raffinerie berichten Anrainer von schwarzem Regen und Schäden.
Newsdesk Heute
19.06.2026, 10:21
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In der Moskauer Region ist es nach dem bislang größten ukrainischen Drohnenangriff seit Beginn des Krieges zu seltsamem schwarzem Regen gekommen. Insgesamt wurden fast 200 Drohnen auf die russische Hauptstadt abgefeuert, wobei eine Ölraffinerie schwer getroffen wurde.

Dichte Rauchwolken zogen über den Himmel und laut Gouverneur Andrej Worobjow wurden 17 Menschen verletzt. Besonders im Südosten Moskaus entdeckten Anwohner feine schwarze Flecken auf ihrer Kleidung. Die Behörden bestritten, dass es sich um Ölregen handle, warnten jedoch vor möglichen Gesundheitsgefahren und rieten Anrainern, Fenster geschlossen zu halten und besonders Kinder, ältere Menschen sowie Asthmatiker aus dem Gebiet zu bringen.

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Die Kapotnja-Raffinerie wurde bereits zum dritten Mal in einem Monat und zum zweiten Mal innerhalb einer Woche getroffen. Videos zeigen einen massiven Brand sowie die Explosion eines großen Silos, dessen Dach meterweit weggeschleudert wurde.

Drohnenangriffe nehmen zu

Auch ein nahe gelegenes Einkaufszentrum fing Feuer, vermutlich durch herabfallende Trümmerteile einer Drohne. In sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos von Drohnen und Explosionen in Industriegebieten am Stadtrand. Moskaus Flughäfen wurden vorübergehend geschlossen, mehr als 500 Flüge waren betroffen.

Die Zahl und Intensität der ukrainischen Drohnenangriffe auf Moskau hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Während die russischen Luftabwehrsysteme viele Drohnen abwehren konnten, gelangen dennoch immer wieder Angriffe auf wichtige Infrastruktur.

Weitere Schäden des Drohnenangriffs
REUTERS

Reaktionen auf beiden Seiten

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Angriffe als Reaktion auf den russischen Angriff auf Kiew in der Vorwoche: "Wir wollen diesen Krieg nicht und haben ihn nie gewollt. Aber wenn die Ukraine brennt, wird auch Moskau brennen."

Russlands Außenminister Sergej Lawrow kündigte als Antwort massive Angriffe auf die Ukraine an und meinte, dass „Worte nicht mehr ausreichen“. Auch Russland setzte in der Nacht über 200 Drohnen und mehrere ballistische Raketen gegen ukrainische Ziele ein.

Die Lage bleibt angespannt. Obwohl die Behörden die Veröffentlichung von Bildern nach Drohnenangriffen verboten haben, belegen zahlreiche Online-Videos die Auswirkungen der Attacken. Experten sehen die Angriffe als Zeichen dafür, dass die ukrainische Führung den Krieg verstärkt in das russische Hinterland tragen will.

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