Der Start von Jürgen Klopp als deutscher Bundestrainer ist krachend missglückt. Nach dem 1:1 gegen die Niederlande verlor Deutschland beim Heimdebüt des neuen Teamchefs mit 0:1 gegen Griechenland.
Für Bastian Schweinsteiger war die Niederlage aber weit mehr als nur ein Ausrutscher. Der Weltmeister von 2014 sieht ein grundsätzliches Problem – und spricht der deutschen Mannschaft die internationale Weltklasse ab.
"Wir sind keine Topmannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen. Wir haben diese Spieler nicht mehr. Davon müssen wir wegkommen", wurde Schweinsteiger in der ARD deutlich.
Moderatorin Esther Sedlaczek hakte nach: "Welche Spieler?" Schweinsteigers Antwort fiel eindeutig aus: "Die, die den Unterschied ausmachen." Und meinte dann, dass selbst die Griechen mit Konstantinos Karetsas, Christos Tzolis oder Vangelis Pavlidis Spieler haben, die den Unterschied ausmachen können.
"Und die haben wir halt nicht", stellte die DFB-Legende konsterniert fest. Vor allem offensiv fehle den Deutschen die letzte Durchschlagskraft. "Wir haben es nicht geschafft, uns den Gegner so hinzulegen, dass etwas passiert", analysierte der Ex-Bayern-Star.
Einen Spieler mit dem Potenzial zum Unterschiedsspieler sieht Schweinsteiger allerdings im DFB-Kader: Karim Adeyemi. Mit dessen Rolle im Nationalteam ist der 42-Jährige aber nicht zufrieden.
"Er ist bei Barcelona unfassbar gut gestartet, seine Stärken werden dort gut eingesetzt", sagte Schweinsteiger. Vor allem die Position sei entscheidend: "Da wird er auf links eingesetzt, da sehe ich ihn auch." Unter Klopp begann Adeyemi gegen Griechenland hingegen erneut auf dem rechten Flügel. Vor der Pause kam er zu zwei guten Möglichkeiten, ließ beide aber ungenutzt.