Heftige Unwetter haben am Wochenende die Region rund um die sizilianische Hafenstadt Marsala schwer getroffen.
Zwei Wasserhosen fegten über das Gebiet und hinterließen massive Schäden: Häuser wurden beschädigt, Autos von der Straße geschleudert und landwirtschaftliche Flächen verwüstet.
Nach Angaben der Feuerwehr wurden rund elf Menschen verletzt, vor allem durch herumfliegende Trümmer. Besonders betroffen war eine Schule, deren Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Ein Auto wurde von einem der Wirbel von der Straße in eine Schlucht geschleudert; die beiden Insassen mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Marsalas Bürgermeisterin Andreana Patti sprach von einem "Bild wie nach einem Krieg‘", wie "Südtirol News" berichtet.
Auch andere Teile Süditaliens waren von den Unwettern betroffen. Auf der Insel Ischia sowie in Neapel und der umliegenden Provinz führten starke Regenfälle zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz, um zahlreiche Notfälle zu bewältigen.
Im Internet sorgten Aufnahmen der Wirbelstürme für Aufsehen. Besonders beeindruckend sind Videos, die die Wasserhosen zwischen Petrosino und Marsala festhalten. Beobachter sprechen von Szenen, wie man sie sonst nur aus den USA kennt.