Regionen verwüstet

Tornados, Erdrutsche – Unwetter-Chaos in Italien

Nach tagelanger Hitze ziehen schwere Unwetter über Italien. Erdrutsche und Überschwemmungen sorgen in beliebten Ferienregionen für massive Schäden.
Newsdesk Heute
22.08.2026, 09:56
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Nach tagelanger Hitze haben schwere Unwetter mehrere Regionen Italiens getroffen. Erdrutsche, Überschwemmungen und umgestürzte Bäume sorgen vor allem in der Toskana, im Piemont, in Venetien und der Provinz Ferrara für massive Probleme.

In der toskanischen Gemeinde Bagnone schnitten Erdrutsche mehrere Ortsteile ab. Fünf Bewohner sind wegen einer eingestürzten Brücke nicht erreichbar und werden von der Feuerwehr überwacht. Weitere Orte waren durch Geröll und Erdmassen zeitweise isoliert. Die meisten Straßensperren wurden inzwischen aufgehoben.

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260 Einsätze nach Unwettern und Tornados

Im Piemont lösten Unwetter und Tornados binnen zwei Tagen 260 Feuerwehreinsätze aus, besonders in Turin und Novara. In Chivasso wurden Dächer abgedeckt, Bäume entwurzelt und Fenster beschädigt. Eine angehobene Betonmauer bei einer Sporthalle beschädigte rund zehn geparkte Autos. Bürgermeister Claudio Castello sagt: "Der Sturm hat gewonnen".

In Florenz bleiben Parks, Gärten und Friedhöfe bis Samstag um 13 Uhr gesperrt – "oder bis zum Abschluss der technischen Kontrollen und allfälliger Sicherungsmaßnahmen".

Schäden von 20 Millionen Euro

In der Val Brembana bei Bergamo sind rund 5.000 Menschen betroffen, darunter 3.000 Feriengäste. Die Schäden werden auf 20 Millionen Euro geschätzt. Erdrutsche hatten am Donnerstag fünf Ortschaften isoliert. Die Verbindungsstraße ist mittlerweile wieder geöffnet, wegen der Aufräumarbeiten allerdings nur im Wechselverkehr.

In Venetien rückte die Feuerwehr bereits 50 Mal aus, 70 weitere Notrufe waren noch offen. Besonders betroffen sind Rovigo, Padua und Venedig. Bäume stürzten um, in Venedig liefen Keller voll.

Auch in der Provinz Ferrara kam es zu schweren Schäden. In Tresignana wurden Überschwemmungen und umgestürzte Bäume gemeldet. "Turnhallen und Gemeindegebäude haben Schäden an Fenstern erlitten und sind überflutet", schreibt Bürgermeister Mirko Perelli. "Wir sind leider wieder im Notstand. Schlimmer noch als beim letzten Mal." Auch aus Jolanda di Savoia, Masi Torello, Voghiera, Argenta und Comacchio gingen zahlreiche Meldungen ein.

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