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Sebastian Vettel gab Formel-1-Debüt im Ferrari

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:33

Am Dienstag um genau 13.07 Uhr hatte Sebastian Vettel seine erste Runde in einem Ferrari am Red Bull Ring in Spielberg absolviert. Der Weltmeister hat allerdings nicht das Team gewechselt, sondern steuerte einen historischen Boliden. Er will Red Bull trotz der derzeit schwierigen Situation treu bleiben.

Vettel stieg für Fernsehaufnahmen in einen Ferrari von 1988, in dem Gerhard Berger seinen gefeiert hatte - nur kurz nach dem Ableben von Enzo Ferrari. Beim anschließenden Pressegespräch strahlte der vierfache Weltmeister bis über beide Ohren als er seine Erlebnisse mit dem historischen Fahrzeug beschrieb.

"Ich bin noch nie mit so einem Auto gefahren. Ein tolles Gefühl, wie sich die Leistung entfaltet", so Vettel. "Es hat mich an meine früheren Formel-Zeiten erinnert, als im Gegensatz zu heute noch Handarbeit gefragt war - mit der Hand schalten, kuppeln und Zwischengas. Ich war natürlich ein wenig eingerostet, aber es kam alles schnell wieder. Es war ein fantastisches Erlebnis und ich wäre gerne noch weiter gefahren. Ich finde es toll, dass solche Autos noch existieren und am Leben sind, es ist ja immerhin etwa so alt wie ich."

Berger wird mit dem Ferrari von 1988 im Rahmen des , an der alle noch lebenden österreichischen Ex-Formel-1-Piloten teilnehmen werden.

Vettel über Wechselgerüchte genervt

Nach vier WM-Titeln in Folge reichte es für Vettel bislang nur zu einem Podestplatz in dieser Saison. Er lässt sich davon nicht entmutigen. "Dass es im Moment nicht gut läuft, ist keine Frage, aber ich denke, dass wir am richtigen Weg sind. Wir kommen von der Performance her immer näher ran. Ich will nicht von Pech sprechen, denn es gibt immer Gründe und wir werden Lösungen dafür finden."

Angesichts der zahlreichen Probleme in dieser Saison spekulieren manche Medien bereits mit einem Teamwechsel des Deutschen. Angesprochen auf die Gerüchte, zeigte sich der 26-Jährige genervt. "Ich finde es bewundernswert, mit welcher Geschwindigkeit heutzutage Journalisten ihre Meinung ändern", meinte Vettel. "Man braucht nicht weit zurückschauen, da hatten wir sehr erfolgreiche Jahre. Jetzt sind genau sechs Rennen in der Saison verstrichen. Die sind zwar nicht so gelaufen, wie wir uns das gewünscht hätten, aber das Fazit lautet, dass wir gemeinsam mit Ferrari zweitstärkste Kraft sind."

Ein Wechsel des Rennstalls kommt für den 39-fachen Grand-Prix-Sieger nicht infrage. "Ich fühle mich sehr wohl wo ich bin. Ich habe dem Team und Red Bull sehr viel zu verdanken, da haut man nicht nach sechs Rennen alles weg und befasst sich mit etwas Neuem", so Vettel.

Markus Miksch, Spielberg

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