Gegen Lokalmatador

Sechs Jahre nach Thiem-Drama: Zverev im US-Open-Finale

2020 verlor Alexander Zverev das Finale der US Open nach einer Nervenschlacht gegen Dominic Thiem. Nun greift der Deutsche erneut nach dem Titel.
Sport Heute
12.09.2026, 08:31
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Dieses Finale hat Alexander Zverev wohl nie ganz vergessen. Zwei Sätze Vorsprung, der erste Grand-Slam-Titel zum Greifen nahe – und dann kam Dominic Thiem.

2020 lieferten sich Zverev und der Niederösterreicher im Arthur-Ashe-Stadium eine denkwürdige Nervenschlacht. Der Deutsche führte bereits mit 2:0 in Sätzen, ehe Thiem ein unglaubliches Comeback startete.

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Nach mehr als vier Stunden verwertete der Österreicher im Tiebreak des fünften Satzes seinen Matchball und krönte sich erstmals zum Grand-Slam-Champion. Jetzt kehrt der 29-Jährige ins Endspiel im Big Apple zurück.

Sechs Jahre nach seinem bittersten Abend in New York steht Zverev zum zweiten Mal im Finale der US Open. Am Sonntag kann er gegen US-Hoffnung Ben Shelton das Drama von damals endgültig vergessen machen.

Zverev behält zweimal die Nerven

Sein Finalticket löste Zverev mit einem 6:3, 7:6 (7), 7:6 (6) gegen Karen Khachanov. Besonders in den beiden Tiebreaks bewies der Deutsche jene Nervenstärke, die er auch im Endspiel brauchen wird.

Im zweiten Durchgang machte er einen 3:5-Rückstand wett. Noch dramatischer wurde es im dritten Satz: Zverev lag zunächst 0:3 und später im Tiebreak 4:6 zurück, wehrte zwei Satzbälle ab und machte anschließend mit seinem ersten Matchball alles klar.

Shelton will den US-Traum wahr machen

Doch ganz New York hofft auf einen anderen Sieger. Ben Shelton steht nach einem 4:6, 6:3, 6:3, 7:5 gegen Landsmann Frances Tiafoe erstmals in seiner Karriere in einem Grand-Slam-Finale.

Der 23-Jährige hatte bereits im Viertelfinale Titelverteidiger Carlos Alcaraz in einem Fünf-Satz-Krimi ausgeschaltet und will seinen Lauf nun vor heimischem Publikum krönen. "Ich werde euch brauchen am Sonntag, um diese Energie zu bringen", rief Shelton den Fans entgegen. "Lasst uns dies für die USA tun."

Die Bilanz spricht allerdings klar für Zverev. Alle fünf bisherigen Duelle mit Shelton gewann der Deutsche, insgesamt gab er dabei nur einen Satz ab.

Anders als 2020 geht Zverev diesmal bereits als Grand-Slam-Sieger in das Endspiel. In diesem Jahr triumphierte er bei den French Open, anschließend erreichte er auch in Wimbledon das Finale. Nun fehlt nur noch der Sieg in New York. Gelingt ihm dieser, wäre Zverev der erste Deutsche seit Boris Becker 1989, der die US Open im Männer-Einzel gewinnt.

red,12.09.2026, 08:31